Glossar: VIN und Fahrzeughistorie
Ein US-Gebrauchtwagen bringt viel Papierkram, Abkürzungen und Title-Brand-Jargon mit sich. Dieses Glossar erklärt über 60 der wichtigsten Begriffe rund um VIN, Titel, Bewertung und Fahrzeughistorie — damit Sie sicher kaufen und Ärger erkennen, bevor er teuer wird.
A
- ACV (Actual Cash Value)
- Der Marktwert eines Fahrzeugs unmittelbar vor dem Schadenereignis; Versicherer regulieren damit Totalschäden. In den ACV fließen Alter, Laufleistung, Zustand und regionale Nachfrage ein. Er liegt in der Regel unter dem Wiederbeschaffungswert im Handel.
- Airbag history
- Der Nachweis, ob die Airbags eines Fahrzeugs jemals ausgelöst haben und ob der Ersatz fachgerecht eingebaut wurde. Fehlende oder nur zurückgesetzte Airbags sind ein gravierendes Sicherheitsrisiko. Die Airbag-Historie taucht mitunter in Fahrzeughistorien-Berichten und Prüfprotokollen auf.
- As-is sale
- Ein Gebrauchtwagenverkauf, bei dem der Käufer das Fahrzeug im Ist-Zustand ohne jede Gewährleistung übernimmt. Nach der Unterschrift zahlen Sie jede Reparatur selbst, sofern kein Betrug nachweisbar ist. Vor einem As-is-Kauf gehören VIN-Abfrage und unabhängige Begutachtung zum Pflichtprogramm.
- Assembly plant
- Das Werk, in dem das Fahrzeug gebaut wurde; es steckt in der 11. Stelle der Fahrgestellnummer. Das Werk hilft dabei, den Umfang eines Rückrufs oder Probleme einer Fertigungsserie einzugrenzen. Hersteller fertigen dasselbe Modell oft in mehreren Werken.
- Auction record
- Ein Eintrag, dass ein Fahrzeug auf einer Großhandels-, Salvage- oder Versicherungsauktion angeboten oder verkauft wurde. Häufige Auktionsauftritte deuten auf Schäden, Totalschaden oder eine Lemon-Rücknahme hin. Auktionsfotos zeigen Schäden, die später kosmetisch überdeckt wurden.
- AutoCheck
- Ein Anbieter von Fahrzeughistorien-Berichten aus dem Hause Experian, genutzt vor allem von Händlern und auf Auktionen. Er bewertet Fahrzeuge mit einem Punktwert aus Titel-, Unfall- und Halterhistorie. AutoCheck und Carfax zeigen nicht immer dieselben Einträge — ein Abgleich lohnt sich.
B
- Bill of sale
- Der schriftliche Kaufvertrag über die Fahrzeugübergabe mit Preis, VIN und den Daten beider Parteien. Viele Bundesstaaten verlangen für die Zulassung eine notariell beglaubigte Fassung. Heben Sie Ihr Exemplar für Steuer- und Gewährleistungsfragen auf.
- Bonded title
- Ein Titel, der bei fehlenden Eigentumsnachweisen ausgestellt und durch eine Bürgschaft für spätere Anspruchsteller abgesichert wird. Die Bürgschaft läuft üblicherweise drei bis fünf Jahre. Danach lässt sie sich meist in einen regulären Titel umschreiben, sofern keine Ansprüche eingegangen sind.
- Branded title
- Jeder Titel mit einer dauerhaften Kennzeichnung wie Salvage, Rebuilt, Flood, Junk oder Lemon. Gekennzeichnete Fahrzeuge sind deutlich weniger wert und lassen sich schwerer versichern oder finanzieren. Die Kennzeichnung bleibt lebenslang an der VIN, auch über Bundesstaatsgrenzen hinweg.
- Bumper-to-bumper warranty
- Die umfassende Herstellergarantie, die fast alle Bauteile abdeckt — ausgenommen Verschleißteile und Wartung. Sie läuft typischerweise drei Jahre oder 36.000 Meilen, je nachdem, was zuerst eintritt. Bis zum Ablauf geht sie meist mit der VIN auf Folgehalter über.
C
- Carfax
- Ein bekannter Anbieter von Fahrzeughistorien-Berichten mit Titel-, Unfall-, Wartungs- und Halterdaten. Die Berichte enthalten eine Rückkaufgarantie für abgedeckte Titelprobleme. Carfax kostet deutlich mehr als Alternativen wie CarCheckerVIN.
- Certificate of title
- Das amtliche Eigentumsdokument des jeweiligen Bundesstaats — das US-Gegenstück zur Zulassungsbescheinigung Teil II. Es nennt VIN, Halter, Pfandgläubiger und sämtliche Title Brands. Ohne diesen Titel lässt sich ein Fahrzeug weder übertragen noch zulassen.
- Certified pre-owned (CPO)
- Ein Gebrauchtwagen, der eine herstellergestützte Prüfung bestanden hat und für eine Anschlussgarantie qualifiziert ist. Die CPO-Programme unterscheiden sich stark je Marke — lesen Sie den Vertrag genau. Gegenüber einem nicht zertifizierten Fahrzeug zahlen Sie einen Aufpreis.
- Check digit
- Die 9. Stelle der VIN, berechnet aus den übrigen 16 Zeichen über eine gewichtete Formel. Damit erkennt Software Tippfehler und gefälschte Fahrgestellnummern. Eine nicht aufgehende Prüfziffer ist ein starkes Indiz für Betrug oder VIN-Klonung.
- Chop shop
- Ein illegaler Betrieb, der gestohlene Fahrzeuge zerlegt und die Teile auf dem Schwarzmarkt verkauft. Solche Teile tauchen mit unpassenden VINs auch auf seriösen Marktplätzen auf. Wer sie kauft, riskiert Beschlagnahme und Strafverfolgung.
- Clean title
- Ein Titel ohne Schaden-, Salvage-, Flood- oder sonstige negative Kennzeichnung zur VIN. „Clean“ heißt nicht, dass das Fahrzeug nie beschädigt war — nur, dass nichts gemeldet wurde. Kombinieren Sie einen Clean Title deshalb immer mit einer unabhängigen Begutachtung.
- Clear title
- Ein Titel ohne Pfandrechte oder sonstige Eigentumsbelastungen, also sofort übertragbar. „Clear“ betrifft die Eigentumslage, „clean“ dagegen die Schadenhistorie. Ein Titel kann clean und trotzdem nicht clear sein, wenn eine Bank noch ein Pfandrecht hält.
- Cloned VIN
- Eine von einem legalen Fahrzeug abgeschriebene VIN, die auf ein gestohlenes oder verunfalltes Fahrzeug übertragen wird, um dessen Identität zu verschleiern. Geklonte VINs gehen meist mit gefälschten Titeln und manipulierten Zulassungspapieren einher. Eine körperliche VIN-Prüfung deckt Abweichungen zwischen eingeschlagener Nummer und Typenschild auf.
D
- Dealer markup
- Ein Aufschlag über der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, üblich bei gefragten Modellen. In schwachen Märkten ist er verhandelbar, bei Lieferengpässen kaum. Vergleichen Sie immer den Endpreis mehrerer Händler.
- Depreciation
- Der Wertverlust eines Fahrzeugs durch Alter, Laufleistung und Verschleiß. Die meisten Autos verlieren im ersten Jahr 20 bis 30 Prozent und in fünf Jahren rund 60 Prozent ihres Werts. Wer jung gebraucht kauft, umgeht den steilsten Teil der Kurve.
- DMV
- Das Department of Motor Vehicles, die Zulassungsbehörde des jeweiligen Bundesstaats für Titel, Zulassungen und Führerscheine. Manche Staaten nennen sie DOT, MVD oder BMV. Das DMV ist die maßgebliche Quelle für Titel- und Zulassungsdaten auf Bundesstaatsebene.
- Documentation fee
- Eine Händlergebühr für das Vorbereiten und Einreichen der Verkaufsunterlagen. Ihre Höhe schwankt stark je Bundesstaat und ist teils gesetzlich gedeckelt. In manchen Märkten ist sie verhandelbar, ganz gestrichen wird sie selten.
- Duplicate title
- Ein Ersatztitel, der ausgestellt wird, wenn das Original verloren, gestohlen oder beschädigt ist. Die meisten Bundesstaaten verlangen dafür eine eidesstattliche Erklärung und eine kleine Gebühr. Ersatztitel sind auf dem Dokument häufig als solche gekennzeichnet.
E
- Edmunds TMV
- Edmunds True Market Value, ein geschätzter Transaktionspreis auf Basis aktueller Verkäufe in der Region. Der TMV berücksichtigt Ausstattungslinie, Laufleistung, Optionen und regionale Nachfrage. Nutzen Sie ihn zusammen mit dem Kelley Blue Book, um einen fairen Preis einzugrenzen.
- Emissions inspection
- Eine staatlich vorgeschriebene Abgasuntersuchung, vergleichbar mit der deutschen AU. Viele Ballungsräume verlangen sie vor der Verlängerung der Zulassung. Wer durchfällt, muss nachbessern oder erhält in Ausnahmefällen eine Befreiung.
- Encumbered title
- Ein Titel mit einem oder mehreren offenen Pfandrechten: Eine Bank hat also noch finanzielle Ansprüche am Fahrzeug. Solange das Pfandrecht besteht, ist keine lastenfreie Übertragung möglich. Lassen Sie sich die Pfandfreigabe zeigen, bevor Sie einen Privatverkäufer bezahlen.
- Extended warranty
- Ein optionaler Servicevertrag, der die Absicherung über die Herstellergarantie hinaus verlängert. Preise, Ausschlüsse und Schadenabwicklung unterscheiden sich je Anbieter erheblich. Achten Sie besonders auf die Klauseln zu Vorschäden und Umbauten.
F
- Fleet vehicle
- Ein Fahrzeug aus dem Bestand eines Unternehmens, einer Behörde oder einer Mietwagenflotte. Flottenfahrzeuge haben oft hohe Laufleistungen, dafür strikt eingehaltene Wartungsintervalle. Die Flottenhistorie kann Wiederverkaufswert und Garantieanspruch beeinflussen.
- Flood title
- Eine Titel-Kennzeichnung für Fahrzeuge, die so weit im Wasser standen, dass empfindliche Bauteile betroffen waren. Wasserschäden führen noch Jahre später zu Korrosion und Elektronikausfällen. Manche Bundesstaaten führen Flood separat, andere fassen es unter Salvage.
- Frame damage
- Verbiegungen, Risse oder Schwächungen an Rahmen oder selbsttragender Karosserie. Auch nach fachgerechter Instandsetzung leiden Crashverhalten und Wiederverkaufswert. Viele Banken und CPO-Programme lehnen Fahrzeuge mit dokumentiertem Rahmenschaden ab.
G
- GAP coverage
- Guaranteed Asset Protection: eine Versicherung, die nach einem Totalschaden die Lücke zwischen ACV und Restschuld des Kredits schließt. Am wertvollsten ist sie bei langen Laufzeiten mit geringer Anzahlung. Selbstbeteiligung, Mahngebühren und Anschlussgarantien deckt sie meist nicht ab.
H
- Hail damage
- Optische oder strukturelle Dellen durch großen Hagelschlag. Schwerer Hagelschaden kann zu einer Salvage- oder einer eigenen Hagel-Kennzeichnung führen. Viele Hagelautos gehen über Versicherungsauktionen und werden ohne saubere Offenlegung weiterverkauft.
J
- Junk title
- Ein Titel mit klarer Aussage: Das Fahrzeug taugt nur noch als Teilespender oder Schrott und darf nicht wieder zugelassen werden. Über Betrug und Title Washing tauchen solche Autos gelegentlich doch wieder auf. Gleichen Sie die VIN deshalb immer gegen NMVTIS ab.
K
- Kelley Blue Book
- Eine etablierte US-Bewertungsquelle mit Werten für Inzahlungnahme, Privatverkauf und Händlerpreis. Händler, Banken und Versicherer akzeptieren die KBB-Werte weithin. Vergleichen Sie Anbieter nur innerhalb derselben Zustandsstufe.
L
- Lemon buyback
- Ein Fahrzeug, das der Hersteller nach dem Lemon Law des Bundesstaats zurückgekauft hat, weil ein Mangel nicht zu beheben war. Lemon-Rückkäufe sind offenlegungspflichtig und tragen in der Regel eine dauerhafte Titel-Kennzeichnung. Nach der Reparatur kommen sie oft mit hohem Abschlag zurück auf den Markt.
- Lemon law
- Gesetze der Bundesstaaten und des Bundes zum Schutz von Käufern neuer — teils auch gebrauchter — Fahrzeuge mit chronischen Mängeln. Betroffene können Ersatzfahrzeug, Kaufpreiserstattung oder eine Ausgleichszahlung verlangen. Die Schwellen unterscheiden sich je Bundesstaat; Auskunft gibt die dortige Generalstaatsanwaltschaft.
- Lien
- Ein Pfandrecht am Fahrzeug, das eine Forderung absichert — meist einen Autokredit. Der Pfandgläubiger steht so lange im Titel, bis die Schuld getilgt und das Pfandrecht gelöscht ist. Solange es besteht, kann kein lastenfreies Eigentum übergehen.
- Lienholder
- Der Pfandgläubiger, üblicherweise eine Bank oder Kreditgenossenschaft. In vielen Bundesstaaten verwahrt er den Titel physisch oder kontrolliert ihn elektronisch. Verlangen Sie die schriftliche Pfandfreigabe, bevor Sie an einen Privatverkäufer zahlen.
M
- Manufacturer buyback
- Der Oberbegriff für Lemon-Rückkäufe und freiwillige Rücknahmen aus Kulanz oder wegen eines Rückrufs. Die meisten tragen eine dauerhafte Titel-Kennzeichnung. Die Offenlegungspflichten hängen von Bundesstaat und Einzelfall ab.
- Model year digit
- Die 10. Stelle der VIN, die das Modelljahr verschlüsselt. Das Zeichen durchläuft Buchstaben und Ziffern in einem 30-Jahres-Zyklus. Zusammen mit der Werkskennung lässt sich damit die Echtheit plausibilisieren.
N
- NICB
- Das National Insurance Crime Bureau, eine gemeinnützige Organisation mit Datenbanken zu gestohlenen und verunfallten Fahrzeugen der Mitgliedsversicherer. Das kostenlose Tool VINCheck meldet Diebstahl- und Totalschaden-Einträge. Es erfasst nur teilnehmende Versicherer und sollte deshalb nicht Ihre einzige Prüfung sein.
- NMVTIS
- Das National Motor Vehicle Title Information System, eine bundesrechtlich vorgeschriebene Datenbank zu Titeln, Kennzeichnungen, Junk- und Salvage-Einträgen aller US-Jurisdiktionen. NMVTIS ist die verlässlichste Quelle für Title Brands über Bundesstaatsgrenzen hinweg. Seriöse VIN-Dienste greifen darauf zu.
- Non-repairable title
- Eine Kennzeichnung für Fahrzeuge mit so schweren Schäden, dass sie nur noch zerlegt oder verschrottet werden dürfen. Eine erneute Zulassung für den Straßenverkehr ist ausgeschlossen. Die Kennzeichnung bleibt dauerhaft an der VIN.
O
- Odometer fraud
- Die illegale Manipulation des Tachos, um eine niedrigere Laufleistung vorzutäuschen. US-Bundesrecht schreibt die Angabe des Tachostands bei jeder Titelübertragung vor und verbietet das Zurückdrehen. Auffällige Lücken in Wartungs- oder Zulassungsdaten entlarven den Betrug häufig.
- Odometer rollback
- Die konkrete Form des Tachobetrugs, bei der die angezeigte Laufleistung reduziert wird. Auch digitale Kombiinstrumente lassen sich mit Servicegeräten nahezu spurlos zurückdrehen. Vergleichen Sie den Tachostand immer mit der letzten staatlichen Prüfung oder dem letzten Ölwechsel.
- Open title
- Ein Titel, den der Vorbesitzer bereits unterschrieben hat, der aber noch nicht umgeschrieben wurde. In den meisten Bundesstaaten ist das illegal und typisch für Curbstoning und Title Skipping. Lassen Sie die Finger von Geschäften mit einem Open Title.
P
- Parts-only title
- Eine Kennzeichnung ähnlich Junk oder Non-repairable: Das Fahrzeug darf nur noch in Teilen verkauft werden. Eine Rückkehr in den Straßenverkehr ist ausgeschlossen. Manche Bundesstaaten verwenden Parts-only und Non-repairable synonym.
- Phantom vehicle
- Ein frei erfundenes Fahrzeug in Zulassungs- oder Versicherungsdaten, meist mit gefälschter oder geklonter VIN. Solche Geisterautos tauchen in Betrugsmaschen rund um Finanzierungen und Versicherungsleistungen auf. Eine VIN, die sich nicht decodieren lässt, ist das klassische Warnsignal.
- Powertrain warranty
- Eine Garantie, die auf Motor, Getriebe und Antriebsstrang beschränkt ist. Sie läuft meist länger als die Bumper-to-bumper-Garantie, oft fünf bis zehn Jahre. Auf Folgehalter geht sie in der Regel nur eingeschränkt über.
- Pre-purchase inspection (PPI)
- Eine unabhängige Begutachtung durch eine qualifizierte Werkstatt vor dem Gebrauchtwagenkauf. Eine gute PPI findet versteckte Schäden, aufgeschobene Wartung und Warnsignale, die bei der Probefahrt untergehen. Rechnen Sie mit 100 bis 250 Dollar — gut investiertes Geld.
- Private-party sale
- Ein Verkauf direkt zwischen zwei Privatpersonen, ohne Händler dazwischen. Die Preise liegen unter dem Händlerpreis, dafür gibt es keinerlei Gewährleistung. Vor jeder Zahlung gehört eine VIN-Abfrage dazu.
- Private-party value
- Der Preis, den ein privater Käufer einem privaten Verkäufer vernünftigerweise zahlt. Er liegt in der Regel zwischen Inzahlungnahme- und Händlerpreis. Nutzen Sie ihn als Anker für Verhandlungen auf Craigslist, Facebook Marketplace und ähnlichen Plattformen.
R
- Rebuilt title
- Der Titel für ein zuvor als Salvage eingestuftes Fahrzeug, das repariert wurde und die staatliche Sicherheitsprüfung bestanden hat. Rebuilt-Fahrzeuge dürfen wieder auf die Straße, sind aber 20 bis 40 Prozent weniger wert als vergleichbare Clean-Title-Autos. Versicherung und Finanzierung bleiben eingeschränkt.
- Recall
- Ein vom Hersteller oder von der NHTSA angeordnetes Reparaturprogramm für Sicherheitsmängel. Rückrufreparaturen sind unabhängig von Alter und Halter kostenlos. Prüfen Sie offene Rückrufe vor dem Kauf über die VIN und lassen Sie sie beim Vertragshändler erledigen.
- Reconstructed
- Eine Titel-Kennzeichnung einiger Bundesstaaten für Fahrzeuge, die im Wesentlichen aus Großbaugruppen neu aufgebaut wurden. Sie müssen meist eine Struktur- und Sicherheitsprüfung bestehen. Die Kennzeichnung bleibt an der VIN und drückt den Wiederverkaufswert.
- Registration
- Die staatliche Zulassung, die den Betrieb eines getitelten Fahrzeugs auf öffentlichen Straßen erlaubt. Sie muss regelmäßig verlängert werden und setzt teils Abgas- oder Sicherheitsprüfungen voraus. Die Zulassung ist vom Titel getrennt und muss bei jedem Halterwechsel aktualisiert werden.
- Retail value
- Der Preis, den ein Händler auf dem Hof aufruft — inklusive Aufbereitung, Marketing, Garantie und Gemeinkosten. Er ist der höchste der gängigen Wertansätze. Verhandeln Sie möglichst ausgehend vom belegten Private-Party-Wert.
S
- Safety inspection
- Eine wiederkehrende staatliche Prüfung von Bremsen, Licht, Reifen und weiteren Sicherheitssystemen — das US-Pendant zur Hauptuntersuchung. Intervall und Umfang unterscheiden sich je Bundesstaat. Wer durchfällt, muss vor der erneuten Zulassung nachbessern.
- Salvage title
- Eine Titel-Kennzeichnung, die ein Versicherer nach einem Totalschaden veranlasst, meist wenn der Schaden 70 bis 90 Prozent des Werts übersteigt. Salvage-Fahrzeuge dürfen erst nach Instandsetzung und Umschreibung wieder fahren. Lassen Sie die Finger davon, wenn Sie kein erfahrener Instandsetzer sind.
- Structural damage
- Schäden an tragenden Bauteilen wie Rahmen, Karosseriestruktur oder Säulen. Auch nach fachgerechter Reparatur leidet das Verhalten bei einem Unfall. Es ist eines der stärksten Argumente, vom Kauf zurückzutreten.
T
- Title brand
- Ein dauerhafter Vermerk auf dem Titel über schwere Schäden, eine Diebstahl-Sicherstellung oder andere negative Historie. Title Brands bleiben lebenslang an der VIN, auch über Bundesstaatsgrenzen hinweg. Verbreitet sind Salvage, Rebuilt, Flood, Junk und Lemon.
- Title transfer
- Die Umschreibung des Eigentums vom Verkäufer auf den Käufer über das DMV des Bundesstaats. Die Fristen sind knapp, häufig 10 bis 30 Tage ab Kaufdatum. Wer zu spät umschreibt, riskiert Bußgelder und Zulassungsprobleme.
- Title washing
- Der Betrug, ein gekennzeichnetes Fahrzeug durch mehrere Bundesstaaten zu schleusen, um negative Titel-Kennzeichnungen verschwinden zu lassen. NMVTIS erschwert das erheblich, ganz verhindert wird es nicht. Prüfen Sie die VIN vor dem Kauf immer über mehrere Quellen.
- Total loss
- Die Einstufung eines Versicherers, wenn die Reparaturkosten einen festgelegten Prozentsatz des Werts vor dem Schaden übersteigen. Auf einen Totalschaden folgt fast immer eine Salvage- oder Junk-Kennzeichnung. Selbst instandgesetzte Totalschäden bergen langfristig verdeckte Probleme.
- Trade-in value
- Der Betrag, den ein Händler beim Kauf eines anderen Fahrzeugs für Ihren Wagen anrechnet. Er ist der niedrigste der gängigen Wertansätze, weil der Händler aufbereiten und weiterverkaufen muss. In vielen Bundesstaaten senkt die Inzahlungnahme zudem die Umsatzsteuer auf das neue Fahrzeug.
- TSB (Technical Service Bulletin)
- Ein Hersteller-Rundschreiben zu einem bekannten Problem samt empfohlener Reparatur. Anders als beim Rückruf zahlt hier in der Regel der Halter. Eine TSB-Recherche über die VIN deckt typische Schwachstellen schon vor dem Kauf auf.
V
- VDS (Vehicle Descriptor Section)
- Die Stellen 4 bis 9 der VIN mit Angaben zu Modell, Karosserie, Motor und Rückhaltesystem. Den Aufbau legt jeder Hersteller im Rahmen der ISO-Normen selbst fest. Aus dem VDS lassen sich Ausstattungslinie und Antrieb ablesen.
- VIN
- Die Vehicle Identification Number, auf Deutsch Fahrgestellnummer oder FIN: ein 17-stelliger Code, der jedes moderne Fahrzeug eindeutig identifiziert. Sie verschlüsselt Hersteller, Modell, Baujahr, Werk und Seriennummer. Zu finden ist sie am Armaturenbrett, im Türrahmen, auf dem Titel und in den Zulassungspapieren.
- VIS (Vehicle Identifier Section)
- Die Stellen 10 bis 17 der VIN mit Modelljahr, Montagewerk und fortlaufender Produktionsnummer. Erst der VIS macht jedes einzelne Fahrzeug unterscheidbar. Er ist die Grundlage jeder VIN-basierten Historienauskunft.
W
- WMI (World Manufacturer Identifier)
- Die ersten drei Stellen der VIN: Land, Hersteller und Fahrzeugtyp. Die Codes vergibt weltweit SAE International. Der WMI ist der erste Hinweis darauf, wo und von wem ein Fahrzeug gebaut wurde.
Häufige Fragen
Kurze, verständliche Antworten auf die häufigsten Fragen zu VIN, Title Brands und der Fachsprache der Fahrzeughistorie.
Was ist eine VIN?+
Eine VIN (Vehicle Identification Number) — im Deutschen Fahrgestellnummer oder FIN — ist ein 17-stelliger alphanumerischer Code, der jedes moderne Fahrzeug eindeutig identifiziert. Sie verschlüsselt Hersteller, Marke, Fahrzeugtyp, Modelljahr, Montagewerk und eine eindeutige Produktionsnummer. Die VIN steht auf dem Armaturenbrett, im Fahrertürrahmen, am Motorblock, auf dem Titel, in der Zulassung und in den Versicherungsunterlagen — und ist der Schlüssel, mit dem sich die vollständige Titel- und Historienakte eines Fahrzeugs abrufen lässt.
Wofür steht NMVTIS?+
NMVTIS steht für National Motor Vehicle Title Information System. Es ist eine bundesrechtlich vorgeschriebene Datenbank unter Aufsicht des US-Justizministeriums, die Titel-, Kennzeichnungs-, Junk- und Salvage-Einträge von Zulassungsbehörden der Bundesstaaten, Versicherern, Verwertern und Salvage-Auktionen in den gesamten USA zusammenführt. Weil NMVTIS landesweit bündelt, ist es die verlässlichste Quelle, um Title Brands über Bundesstaatsgrenzen hinweg und Title Washing aufzudecken.
Was ist ein Salvage Title?+
Ein Salvage Title (Totalschaden-Titel) ist eine Kennzeichnung, die vergeben wird, sobald ein Versicherer das Fahrzeug zum Totalschaden erklärt — üblicherweise, wenn der Schaden je nach Bundesstaat rund 70 bis 90 Prozent des Werts vor dem Schaden übersteigt. Ein so gekennzeichnetes Fahrzeug darf erst wieder auf öffentliche Straßen, wenn es repariert ist, die staatliche Sicherheitsprüfung besteht und als Rebuilt umgeschrieben wird. Die Salvage-Kennzeichnung ist dauerhaft und folgt der VIN über Bundesstaatsgrenzen hinweg.
Was ist ein Title Brand?+
Ein Title Brand (US-Titel-Kennzeichnung) ist ein dauerhafter Vermerk auf dem Fahrzeugtitel über schwere Schäden, eine Diebstahl-Sicherstellung oder andere negative Vorgeschichte. Verbreitet sind Salvage, Rebuilt, Flood, Junk, Non-repairable und Lemon (Rückkauf durch den Hersteller). Der Vermerk begleitet die VIN lebenslang über Bundesstaatsgrenzen hinweg, drückt in der Regel den Wiederverkaufswert und erschwert Versicherung und Finanzierung.
Worin unterscheiden sich Salvage Title und Rebuilt Title?+
Ein Salvage Title kennzeichnet ein Fahrzeug, das ein Versicherer zum Totalschaden erklärt hat; ohne Instandsetzung und erneute Prüfung darf es nicht gefahren werden. Ein Rebuilt Title wird für ein zuvor als Salvage geführtes Fahrzeug ausgestellt, das repariert wurde und die staatliche Sicherheitsprüfung bestanden hat — es ist damit wieder straßenzugelassen. Rebuilt-Fahrzeuge sind fahrbereit, aber meist 20 bis 40 Prozent weniger wert als vergleichbare Autos mit Clean Title; Versicherung und Finanzierung bleiben eingeschränkt.
Was ist ein Odometer Rollback?+
Beim Odometer Rollback — auf Deutsch Tachobetrug — wird der angezeigte Kilometerstand illegal reduziert, damit das Fahrzeug weniger gelaufen und dadurch wertvoller wirkt. Auch moderne digitale Kombiinstrumente lassen sich mit Servicegeräten fast spurlos zurückdrehen. US-Bundesrecht verlangt die Angabe des Tachostands bei jeder Titelübertragung und verbietet das Zurückdrehen. Der beste Schutz ist der Abgleich des angezeigten Stands mit der letzten staatlichen Prüfung, dem letzten Ölwechsel oder den Werkstattbelegen.
Was ist Title Washing?+
Title Washing ist der Betrug, ein gekennzeichnetes Fahrzeug durch einen oder mehrere Bundesstaaten zu schleusen, um eine negative Titel-Kennzeichnung zu entfernen oder zu verbergen, und es anschließend als „clean“ neu zu titeln. NMVTIS bündelt die Kennzeichnungen landesweit und erschwert das erheblich, doch in den Lücken zwischen den Meldesystemen der Bundesstaaten kommt es weiter vor. Eine VIN-Historie aus mehreren Quellen vor dem Kauf ist der zuverlässigste Weg, eine vom Papiertitel gewaschene Kennzeichnung sichtbar zu machen.
Was ist ein Lemon Buyback?+
Ein Lemon Buyback ist ein Fahrzeug, das der Hersteller dem Erstkäufer nach dem Lemon Law (US-Gewährleistungsrecht bei Serienmängeln) des jeweiligen Bundesstaats abgekauft hat, weil ein erheblicher Mangel trotz mehrerer Versuche nicht behoben werden konnte. Solche Rückkäufe sind in der Regel offenlegungspflichtig und tragen eine dauerhafte Kennzeichnung wie „Lemon Law Buyback“ oder „Manufacturer Buyback“. Nach der Reparatur kehren sie häufig mit deutlichem Preisabschlag auf den Gebrauchtwagenmarkt zurück.
Schnelle Tools
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