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Fahrzeugidentität

Fahrzeugidentifikationsnummer — 17 Stellen, ein vorgeschriebener Platz, und eine durchkreuzte Nummer, die kein Betrug ist

Die Vorschrift sagt über diese Nummer weniger, als das Internet behauptet — aber das Wenige ist genau das, was beim Kauf trägt: wie viele Stellen sie hat, wo sie am Fahrzeug eingeschlagen sein muss, was auf dem Schild danebensteht und was passiert, wenn ein Rahmen wieder verwendet wird.

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17
vorgeschriebene Stellen
Vorne rechts
Ort am Fahrzeug
Feld E
in der Zulassungsbescheinigung
Kostenlos
FIN-Vorschau

Stellenzahl, Anbringungsort und Feldcode nach den geltenden Vorschriften · Stand: 5. September 2026

Kurzantwort

Was ist die Fahrzeugidentifikationsnummer?
Es ist der formale Name für die Nummer, die im Alltag Fahrgestellnummer, FIN oder VIN heißt — und es ist derselbe Code. Die Vorschrift ist dabei ungewöhnlich deutlich: Diese Nummer muss 17 Stellen haben (Stand: 5. September 2026). Sie gehört zu genau einem Fahrzeug und ist der Schlüssel, mit dem sich Papier und Blech überhaupt erst gegeneinander prüfen lassen.
Wo muss sie am Fahrzeug angebracht sein?
An einer zugänglichen Stelle am vorderen Teil der rechten Seite, gut lesbar, eingeschlagen oder eingeprägt am Rahmen oder an einem Teil, das den Rahmen ersetzt. Und zwar zusätzlich zum Fabrikschild, auf dem dieselbe Nummer noch einmal steht. Zwei Fundstellen also, die zueinander passen müssen.
Zwei Nummern, eine davon durchkreuzt — ist das Betrug?
Sehr wahrscheinlich nicht. Wird ein ausgebauter Rahmen wieder verwendet, verlangt die Vorschrift genau dieses Bild: Die alte eingeschlagene Nummer wird dauerhaft durchkreuzt — aber so, dass sie lesbar bleibt — und die Nummer des Fahrzeugs, an dem der Rahmen nun sitzt, wird daneben eingeschlagen. Eine durchkreuzte, weiterhin lesbare Nummer neben einer zweiten ist damit ein dokumentierter Rahmentausch und kein Fälschungsindiz. Unlesbar gemacht werden darf sie gerade nicht.

Vier Wörter, eine Nummer

Wer zum ersten Mal ein Auto privat kauft, stolpert innerhalb einer Stunde über vier Begriffe und hält sie für vier verschiedene Dinge. Sie sind es nicht: Fahrzeugidentifikationsnummer, Fahrgestellnummer, FIN und VIN meinen dieselbe Zeichenfolge, die zu genau einem Fahrzeug gehört. Der Unterschied liegt allein im Register der Sprache — das Behördenwort ist das längste, das Alltagswort das älteste, die Abkürzungen sind das, was Werkstattsysteme daraus gemacht haben. Abzutippen sind in jedem Fall dieselben Zeichen.

Fahrzeugidentifikationsnummer

Der Begriff, den Behörden und Formulare verwenden. Im Verordnungstext selbst steht die Schreibweise mit Bindestrich: Fahrzeug-Identifizierungsnummer.

Fahrgestellnummer

Das Alltagswort, historisch treffend: Die Nummer wird tatsächlich am Rahmen angebracht — dort, wo früher das Fahrgestell saß.

FIN

Die deutsche Abkürzung von Rechnungen, Werkstattsystemen und Rückrufschreiben. Sie meint exakt dieselbe Nummer.

VIN

Die englische Abkürzung für Vehicle Identification Number. Bei einem Import taucht sie in den Herkunftsunterlagen auf — abzutippen ist dieselbe Zeichenfolge.

Auf dieser Seite steht deshalb beides: das lange Wort dort, wo die Vorschrift wiedergegeben wird, und FIN dort, wo es um die tägliche Arbeit mit der Nummer geht.

17 Stellen — und warum daneben eine zweite Obergrenze steht

An dieser Stelle ist die Vorschrift ungewöhnlich knapp. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer muss 17 Stellen haben. Kein „in der Regel“, kein „mindestens“. Derselbe Satz zieht daneben allerdings noch eine zweite Grenze.

17 Stellen

Vorgeschriebene Länge der Fahrzeug-Identifizierungsnummer. Im selben Satz lässt die Vorschrift daneben andere Fahrzeug-Identifizierungsnummern zu, die nicht mehr als 14 Stellen haben dürfen.

Stand: 5. September 2026

Diese zweite Zahl wird fast nirgends erwähnt, und sie ist der Grund, warum wir hier vorsichtig formulieren: Der Text setzt zwei Grenzen, aber er ordnet an dieser Stelle nicht zu, welches Fahrzeug welche Art von Nummer trägt. Wir schreiben deshalb nicht hin, dass „alte Autos 14 Stellen haben“ oder Ähnliches — das wäre geraten. Was Sie mitnehmen können, ist die praktische Regel: Bei einem Fahrzeug, das siebzehn Stellen tragen muss, ist jede andere Zahl ein Anlass, ein zweites Mal hinzusehen, und keine Kleinigkeit, über die man hinwegliest. Der häufigste Grund für eine falsche Zeichenzahl ist dabei banal: schlechtes Licht, eine verdreckte Stelle, ein Foto mit Spiegelung. Zählen Sie deshalb nicht auf dem Handydisplay, sondern übertragen Sie die Nummer erst sauber in eine Notiz.

Wo sie am Fahrzeug angebracht sein muss

Die Vorschrift beschreibt nicht nur, dass die Nummer da sein muss, sondern auch wie und wo. Jeder Halbsatz davon ist für einen Käufer nützlich.

Die Nummer ist an zugänglicher Stelle am vorderen Teil der rechten Seite des Fahrzeugs anzubringen, gut lesbar am Rahmen oder an einem ihn ersetzenden Teil eingeschlagen oder eingeprägt — und zwar zusätzlich zum Fabrikschild (Stand: 5. September 2026). Vier Anforderungen in einem Satz: Zugänglichkeit, Lesbarkeit, ein bestimmter Ort, eine bestimmte Art der Anbringung.

Zugänglich heißt, dass Sie herankommen sollen, ohne das Fahrzeug zu zerlegen. Heißt es bei einer Besichtigung, die Nummer sei „irgendwo verbaut“ und man käme leider nicht dran, dann sitzt sie nicht so, wie die Vorschrift sie beschreibt. Gut lesbar heißt, dass die Zeichen zu entziffern und nicht zu erraten sind — ist die Stelle verschmutzt, bitten Sie darum, sie vor dem Ablesen zu reinigen.

Eingeschlagen oder eingeprägt ist der Halbsatz, den man leicht überliest, obwohl er der wichtigste ist: Die Nummer sitzt im Metall, nicht auf einem Aufkleber — kein Etikett, das man tauscht, sondern eine Verformung des Bauteils. Und sie sitzt am Rahmen oder an einem ihn ersetzenden Teil, bei den meisten modernen Fahrzeugen also an der selbsttragenden Karosserie.

Wo ein bestimmter Hersteller die Nummer darüber hinaus noch einmal wiederholt, ist eine Frage des Modells und nicht dieser Vorschrift. Wir drucken hier deshalb keine Liste von Fundorten als Regel aus. Die üblichen Stellen am Auto und die Frage, wie Sie sie am schnellsten finden, behandelt unsere Seite zur Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein.

Diagramm der drei Fundstellen der Fahrzeugidentifikationsnummer: eingeschlagen am Rahmen an zugänglicher Stelle am vorderen Teil der rechten Seite, auf dem Fabrikschild neben Hersteller, Fahrzeugtyp, Gesamtgewicht und Achslasten sowie im Feld E der Zulassungsbescheinigung

Das Fabrikschild: dieselbe Nummer, plus fünf weitere Angaben

An allen Kraftfahrzeugen und Anhängern ist ein Fabrikschild anzubringen — an zugänglicher Stelle am vorderen Teil der rechten Seite, gut lesbar und dauerhaft. Was darauf zu stehen hat, ist aufgezählt (Stand: 5. September 2026).

Hersteller

Wer das Fahrzeug gebaut hat. Bei umgebauten oder aufgebauten Fahrzeugen nicht zwingend die Marke auf dem Kühlergrill.

Fahrzeugtyp

Die Typbezeichnung des Herstellers, nicht der Werbename der Baureihe — der Anknüpfungspunkt für alles, was typbezogen geregelt ist.

Baujahr

Steht dort nur, wenn es sich nicht um ein zulassungspflichtiges Fahrzeug handelt. Bei einem normalen Pkw suchen Sie es also vergeblich.

Fahrzeug-Identifizierungsnummer

Dieselbe Nummer, die zusätzlich am Rahmen eingeschlagen ist. Diese Doppelung macht das Schild für den Käufer nützlich.

Zulässiges Gesamtgewicht

Die Gewichtsgrenze, mit der das Fahrzeug bewegt werden darf. Das Fabrikschild ist an allen Kraftfahrzeugen und Anhängern anzubringen, die Angabe steht also auch am Anhänger.

Zulässige Achslasten

Was auf jeder Achse lasten darf; bei Krafträdern entfällt die Angabe. Zusammen ergibt das eine kleine Datenkarte des Fahrzeugs.

Für die Kaufprüfung ist die wertvollste Eigenschaft dieses Schilds seine Redundanz: Die Identifizierungsnummer steht dort ein zweites Mal. Sie haben damit zwei Stellen am Fahrzeug und eine im Papier, die alle drei dasselbe sagen müssen — und wenn sie es nicht tun, ist die Sache geklärt, bevor Sie eine Historie abgerufen haben.

Zwei Feinheiten lohnen den Blick. Das Baujahr fehlt auf dem Schild, wenn es sich um ein zulassungspflichtiges Fahrzeug handelt — bei einem gewöhnlichen Pkw suchen Sie es dort also vergebens und greifen stattdessen zum Datum der Erstzulassung. Und die Achslasten entfallen bei Krafträdern; wer bei einem Motorrad ein vollständig ausgefülltes Pkw-Schild erwartet, wundert sich sonst über eine Lücke, die keine ist. Wie Sie das Datum der Erstzulassung herausfinden, wenn das Papier nicht greifbar ist, zeigt unsere Seite zur Erstzulassung.

Die durchkreuzte Nummer: ein Rahmentausch ist kein Betrug

Es gibt eine Situation, in der ein Käufer bei der Besichtigung erschrickt und den Kauf abbricht, obwohl alles korrekt ist. Er findet am Fahrzeug zwei eingeschlagene Nummern, und eine davon ist durchgestrichen. Der erste Gedanke ist immer derselbe: Hier hat jemand etwas manipuliert.

In den meisten Fällen ist das Gegenteil richtig. Wird ein ausgebauter Rahmen wieder verwendet, schreibt die Vorschrift genau dieses Bild vor: Die eingeschlagene Nummer ist dauerhaft so zu durchkreuzen, dass sie lesbar bleibt, und die Nummer des Fahrzeugs, an dem der Rahmen wieder verwendet wird, ist daneben einzuschlagen (Stand: 5. September 2026). Zwei Nummern nebeneinander, eine davon durchkreuzt, sind also nicht das Ergebnis einer Fälschung — sie sind das Ergebnis einer Regel.

Der bemerkenswerte Teil dieser Regel ist das Wort lesbar. Die alte Nummer soll nicht verschwinden, sondern durchgestrichen und trotzdem zu entziffern sein, damit nachvollziehbar bleibt, woher der Rahmen kommt. Genau darin liegt der Unterschied zu dem, was ein Fälscher tut: Der will die alte Identität unsichtbar machen, die Vorschrift will sie sichtbar behalten. Beides sieht auf den ersten Blick nach „zwei Nummern“ aus und ist inhaltlich das Gegenteil voneinander.

Daraus folgt eine Prüffrage, die Sie sich beim Fahrzeug stellen können und die im Netz kaum jemand nennt: Nicht „gibt es zwei Nummern?“, sondern „ist die durchkreuzte Nummer noch zu entziffern?“ Ist sie es, sehen Sie den dokumentierten Fall. Ist sie überschliffen, überlackiert oder das Blech ausgetauscht, fehlt genau das Merkmal, das die Vorschrift verlangt — und dann ist Nachfragen angebracht, mit Belegen zum Vorgang und, wenn nötig, mit einer Prüfstelle statt mit einem Bauchgefühl.

Gegenüberstellung beim Rahmentausch: links die vorschriftsmäßig durchkreuzte, aber weiterhin lesbare alte Nummer mit der daneben eingeschlagenen neuen Nummer, rechts eine überschliffene und nicht mehr entzifferbare Nummer als Grund zum Nachfragen

Eine Einschränkung gehört dazu: Diese Seite sagt Ihnen, wie das vorgeschriebene Bild aussieht. Ob ein konkreter Rahmentausch ordentlich ausgeführt und dokumentiert wurde, entscheidet niemand aus der Ferne. Wer daran Zweifel hat, lässt das Fahrzeug ansehen — dafür ist ein Gebrauchtwagen-Check da.

Prüfen, Schritt für Schritt

Fünf Schritte zur geprüften Fahrzeugidentifikationsnummer

Die Reihenfolge entscheidet. Erst die Nummer am Metall lesen, dann das Fabrikschild danebenlegen, dann das Papier — und erst ganz am Ende eine Abfrage starten. Wer mit der Abfrage anfängt, prüft womöglich die Geschichte eines fremden Fahrzeugs.

  1. 1Am Rahmen ablesenDie eingeschlagene oder eingeprägte Nummer suchen — an zugänglicher Stelle, vorne rechts. Ist sie verschmutzt, bitten Sie um eine Reinigung.
  2. 2Abfotografieren statt merkenEin scharfes Foto ohne Spiegelung schlägt jedes Gedächtnis. Es ist später auch der Beleg dafür, was Sie gesehen haben.
  3. 3Fabrikschild gegenlesenDieselbe Nummer steht dort ein zweites Mal, zusammen mit Hersteller, Typ, Gesamtgewicht und Achslasten.
  4. 4Feld E im Papier prüfenIn der Zulassungsbescheinigung steht die Nummer im Feld mit dem Buchstaben E. Zeichen für Zeichen vergleichen.
  5. 5Erst jetzt abfragenWenn alle drei Fundstellen übereinstimmen, ist eine Historie zu dieser Nummer überhaupt erst aussagekräftig.

Im Papier: der Buchstabe E

In der Zulassungsbescheinigung sind die Datenfelder mit Buchstaben gekennzeichnet. Für die Fahrzeug-Identifizierungsnummer ist europäisch der Buchstabe E vergeben (Stand: 5. September 2026). Für diese eine Angabe suchen Sie im Papier deshalb den Buchstaben und nicht das Wort — auch dann, wenn das Dokument in einer Sprache abgefasst ist, die Sie nicht lesen.

Diese Seite rollt die Papiere nicht weiter auf, weil andere Seiten das besser tun. Wo genau das Feld sitzt und wie Sie es beim Termin schnell finden, erklärt unsere Seite zur Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein. Die vollständige Feldtabelle steht in der Erklärung des Fahrzeugscheins, und was in Teil II steht — dem Dokument, das Sie beim Kauf ebenfalls sehen wollen — behandelt die Seite zur Zulassungsbescheinigung Teil II.

Ein Hinweis, der immer wieder für Verwirrung sorgt: Die Schlüsselnummern HSN und TSN, die weiter oben im Papier stehen, sind etwas völlig anderes. Sie beschreiben einen Fahrzeugtyp, nicht ein einzelnes Fahrzeug — alle Autos derselben Variante teilen sie. Die Fahrzeugidentifikationsnummer beschreibt dagegen genau ein Exemplar. Wer die beiden verwechselt, sucht am falschen Ort; nachlesen können Sie den Unterschied auf unserer Seite zu HSN und TSN.

Warum hier nicht steht, was jede einzelne Stelle bedeutet

Fast jede deutsche Seite zu diesem Thema öffnet mit einer Tabelle, die die siebzehn Zeichen in Blöcke zerlegt und jedem Block eine Bedeutung gibt. Auf dieser Seite steht sie nicht: Hier steht nur, was wir für sie am Verordnungstext selbst nachlesen konnten.

Nachlesbar war die Stellenzahl, die Art und der Ort der Anbringung, der Inhalt des Fabrikschilds, die Regel für den wieder verwendeten Rahmen und der Feldcode im Papier — das steht deshalb hier. Wie sich die siebzehn Zeichen intern zusammensetzen, steht dagegen in einer technischen Norm und in einer europäischen Verordnung, deren Volltext uns für diese Seite nicht vorlag. Den Aufbau der Zeichen behandelt unsere Seite zur Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein; diese Seite wiederholt ihn nicht.

Ein zweiter Punkt gehört dazu, weil er praktisch schaden kann. Immer wieder liest man, man könne eine Nummer mit einer Prüfziffer selbst gegenrechnen und so eine Fälschung entlarven. Eine solche Rechenprobe ist nicht weltweit vorgeschrieben, und wir behaupten das hier deshalb nicht als allgemeine Regel. Wer sie trotzdem auf ein Fahrzeug anwendet, für das sie nicht vorgesehen ist, bekommt womöglich ein negatives Ergebnis bei einer völlig korrekten Nummer — und lässt einen guten Wagen stehen oder beschuldigt jemanden zu Unrecht.

Der belastbare Selbsttest braucht keine Mathematik: dieselbe Nummer am Rahmen, auf dem Fabrikschild und im Papier. Wenn Sie darüber hinaus wissen wollen, was die Zeichen für Ihr konkretes Fahrzeug ergeben, geben Sie die Nummer in unseren VIN-Decoder ein — der arbeitet mit den Daten zum einzelnen Fahrzeug und nicht mit einer Faustregel.

Der Abgleich, den Sie beim Termin wirklich machen sollten

Die Prüfung dauert wenige Minuten und ist die einzige, die Sie ohne Werkzeug und ohne Fachwissen selbst durchführen können. Sie gehört an den Anfang der Besichtigung: Alles andere, was Sie prüfen, setzt voraus, dass es wirklich das Fahrzeug aus den Papieren ist.

  • Die Nummer am Rahmen ablesen und abfotografieren, statt sie aus dem Gedächtnis zu vergleichen — bei schlechtem Licht verwechselt sich jedes zweite Zeichen.
  • Die Nummer auf dem Fabrikschild danebenlegen. Beide müssen identisch sein; sie beschreiben dasselbe Fahrzeug.
  • Die Nummer im Feld E der Zulassungsbescheinigung gegenlesen — Zeichen für Zeichen, von hinten nach vorne.
  • Die Zeichen zählen. Kommen Sie bei einem Fahrzeug, das 17 Stellen tragen muss, auf eine andere Zahl, lesen Sie ein zweites Mal.
  • Bei zwei eingeschlagenen Nummern prüfen, ob die durchkreuzte noch lesbar ist — das trennt den dokumentierten Vorgang von der offenen Frage.
  • Erst danach abfragen. Eine Historie zur falsch abgetippten Nummer ist wertlos und sieht trotzdem überzeugend aus.

Ein Detail aus der Praxis: Lesen Sie die Zeichen von hinten nach vorne vor, wenn Sie zu zweit sind. Das Auge überspringt beim Vorwärtslesen gern eine Stelle, weil es das Muster schon zu kennen glaubt; rückwärts funktioniert dieser Trick des Gehirns nicht.

Warnsignale — und was jedes davon wirklich bedeutet

Keines dieser Signale beweist für sich allein etwas. Jedes ist ein Grund, langsamer zu werden und nachzufragen, statt den Termin abzubrechen oder zu unterschreiben.

Die Nummer am Fahrzeug weicht vom Papier ab

Das ernsteste Signal und der einzige Punkt ohne Verhandlungsspielraum. Solange die Abweichung nicht zweifelsfrei belegt ist, gehört kein Geld über den Tisch.

Die durchkreuzte Nummer ist nicht mehr zu entziffern

Beim Rahmentausch verlangt die Vorschrift, dass die durchkreuzte Nummer lesbar bleibt. Ist sie überschliffen, fehlt genau der Teil, der den Vorgang nachvollziehbar macht.

Das Fabrikschild sitzt lose, fehlt oder wirkt ersetzt

Das Schild soll dauerhaft und gut lesbar angebracht sein. Ein verbogenes oder frisch wirkendes Schild beweist nichts — ist aber ein Grund, die Nummer an einer weiteren Stelle gegenzulesen.

Der Verkäufer zeigt die vollständige Nummer nur ungern

Ohne sie lässt sich vorab nichts prüfen, und genau das ist manchmal der Zweck. Wer nichts zu verbergen hat, schickt ein Foto, bevor Sie losfahren.

Die Nummer ist auffällig frisch eingeschlagen

Ungleichmäßige Abstände, schiefe Zeichen, blankes Metall an einer sonst gealterten Stelle — einzeln unauffällig, zusammen ein Grund für eine fachkundige Ansicht.

Was Sie in keinem dieser Fälle tun sollten: die Sache am Telefon „klären“ und dann trotzdem zahlen. Eine Erklärung, die stimmt, lässt sich belegen — durch Papiere, durch eine Werkstattrechnung, durch eine Prüfstelle.

Was eine Abfrage über die Nummer zeigt — und was nicht

Ist die Nummer geprüft, wird sie zum Schlüssel. Eine Abfrage zeigt, was zu genau diesem einen Fahrzeug erfasst wurde: dokumentierte Fahrzeugdaten, erfasste Kilometerstände, gemeldete Schäden, Auktions- und Importspuren, offene Rückrufe. Bei einem Import ist das oft der einzige Weg an die Zeit vor der Einfuhr.

Beim Stichwort Rückruf gehört eine Klarstellung dazu, weil sich hier ein Missverständnis hält: Die öffentliche Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes wird nach Marke, Modell und Baujahr durchsucht, nicht nach der Identifizierungsnummer. Ob genau dieses eine Exemplar noch aussteht, bestätigt Ihnen eine Vertragswerkstatt der Marke anhand der 17-stelligen Nummer. Wie beides zusammenspielt, steht auf unserer Seite zur Rückrufaktion.

Die Vorschau ist kostenlos, der vollständige Bericht kostet 19,95 € als Einmalzahlung, ohne Abo. Der Nutzen liegt im Zeitpunkt: Die Angaben helfen, bevor Sie zur Besichtigung fahren und bevor verhandelt ist — danach sind sie fast wertlos.

Zwei Grenzen nennen wir ausdrücklich. Erstens: Personenbezogene Halterdaten sind nicht enthalten und werden von uns auch nicht angeboten. Namen und Anschriften früherer Halter stammen aus geschützten Registern und gehören nicht in einen Onlinebericht. Zweitens: Ein Datenbericht ersetzt keine körperliche Untersuchung. Er sieht keinen Rost am Unterboden, keine weichen Bremsen und kein Öl unter dem Motor. Beides zusammen — Daten vorab, Fahrzeug vor Ort — ergibt ein ehrliches Bild; eines allein nicht.

Welche unserer Seiten welchen Teil des Themas besitzt

Diese Seite behandelt den Begriff selbst und das, was die Vorschrift über ihn sagt: Stellenzahl, Anbringung, Fabrikschild, Rahmentausch, Feldcode. Sie wiederholt bewusst nicht, was andere Seiten ausführlicher erklären.

Wo die Nummer im Papier und am Auto zu finden ist, gehört der Seite zur Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein. Was ein Check in Deutschland überhaupt zeigen kann und wo die Grenzen europäischer Daten liegen, steht auf VIN-Check Deutschland. Die Vorgeschichte eines Fahrzeugs als Ganzes — Laufleistung, Schäden, Vorbesitzer, Importspuren — behandelt Fahrzeughistorie prüfen.

Und wenn Sie gerade dabei sind, ein konkretes Fahrzeug zu bewerten: Ob die Laufleistung plausibel ist, klärt Kilometerstand prüfen; wann ein Fahrzeug als Unfallwagen gilt, steht auf Unfallwagen. Beides sind Fragen, die sich erst sinnvoll stellen lassen, wenn die Identität des Fahrzeugs geklärt ist.

Offizielle Anlaufstellen

Wo die Regeln im Volltext stehen und welche Stellen mit der Fahrzeugidentifikationsnummer arbeiten.

Weiterlesen

Prüfen Sie die Fahrgestellnummer immer vor dem Kauf

Die kostenlose Vorschau zeigt Title Brands (US-Titel-Kennzeichnungen), Diebstahlstatus und offene Rückrufe in Sekunden und meldet, ob Unfall- und Tachodaten vorliegen. Die vollständige Historie kostet 19,95 € — einmalig, ohne Abo.

Salvage-/Wasserschaden-TitelDiebstahl & RückrufeUnfalldaten gekennzeichnet

Fahrzeugidentifikationsnummer — häufige Fragen

Wie viele Stellen hat eine Fahrzeugidentifikationsnummer?

Die Vorschrift ist an dieser Stelle unmissverständlich: Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer muss 17 Stellen haben (Stand: 5. September 2026). Im selben Satz erlaubt der Text daneben andere Fahrzeug-Identifizierungsnummern, die nicht mehr als 14 Stellen haben dürfen — eine feste Zahl für die eine Art, eine Obergrenze für die andere. Welches Fahrzeug welche Art trägt, sagt der Text an dieser Stelle nicht, und wir behaupten es deshalb auch nicht. Praktisch heißt das: Zählen Sie die Zeichen, und wenn Sie bei einem modernen Pkw nicht auf siebzehn kommen, lesen Sie ein zweites Mal nach.

Wo genau muss die Nummer am Fahrzeug angebracht sein?

An einer zugänglichen Stelle am vorderen Teil der rechten Seite des Fahrzeugs, gut lesbar, eingeschlagen oder eingeprägt am Rahmen oder an einem Teil, das den Rahmen ersetzt — zusätzlich zum Fabrikschild (Stand: 5. September 2026). Zugänglich heißt: Sie sollen drankommen, ohne das halbe Fahrzeug zu zerlegen. Wo ein bestimmter Hersteller die Nummer darüber hinaus noch wiederholt, ist eine Frage des Modells und keine der Vorschrift; die üblichen Fundorte am Auto zeigt unsere Seite zur Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein.

Was steht auf dem Fabrikschild?

Hersteller, Fahrzeugtyp, das Baujahr, die Fahrzeug-Identifizierungsnummer, das zulässige Gesamtgewicht und die zulässigen Achslasten (Stand: 5. September 2026). Zwei Einschränkungen gehören dazu: Das Baujahr steht nicht bei zulassungspflichtigen Fahrzeugen auf dem Schild, und die Achslasten entfallen bei Krafträdern. Angebracht wird das Schild an allen Kraftfahrzeugen und Anhängern, an zugänglicher Stelle am vorderen Teil der rechten Seite, gut lesbar und dauerhaft. Für Käufer zählt vor allem die Doppelung: Dieselbe Nummer steht am Rahmen und auf dem Schild.

Ich sehe zwei eingeschlagene Nummern, eine ist durchgestrichen. Was bedeutet das?

Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein dokumentierter Rahmentausch. Wird ein ausgebauter Rahmen wieder verwendet, ist die dort eingeschlagene Nummer dauerhaft so zu durchkreuzen, dass sie lesbar bleibt, und die Nummer des Fahrzeugs, an dem der Rahmen nun verwendet wird, ist daneben einzuschlagen (Stand: 5. September 2026). Das Bild, das viele Käufer erschreckt, ist also genau das vorgeschriebene. Entscheidend ist die Lesbarkeit. Ist die alte Nummer überschliffen, überlackiert oder ausgetauscht, fehlt genau das — und dann ist Nachfragen angebracht, samt schriftlichem Beleg.

Warum steht hier nicht, was jede einzelne Stelle bedeutet?

Weil auf dieser Seite nur steht, was wir für sie am Verordnungstext nachlesen konnten. Die Stellenzahl, die Anbringung, das Fabrikschild und der Feldcode im Papier stehen dort, und deshalb stehen sie hier. Wie sich die siebzehn Zeichen intern zusammensetzen, steht dagegen in einer Norm und in einer europäischen Verordnung, die wir für diese Seite nicht im Volltext prüfen konnten — den Aufbau der Zeichen behandelt unsere Seite zur Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein. Wer die Bedeutung der Zeichen für ein konkretes Fahrzeug sehen will, gibt die Nummer in unseren Decoder ein.

Ist die Prüfziffer nicht ein einfacher Selbsttest?

Es gibt keine weltweit einheitliche Prüfziffernregel, und wir behaupten hier deshalb keine. Eine Rechenprobe, die für Fahrzeuge eines Marktes gilt, ist für Fahrzeuge eines anderen schlicht nicht vorgesehen — sie kann bei einer völlig korrekten Nummer scheitern und dabei so aussehen, als hätten Sie einen Betrug entdeckt. Das ist der schlechteste denkbare Fehlalarm bei einem Autokauf. Der belastbare Selbsttest ist ein anderer und braucht keine Mathematik: dieselbe Nummer am Rahmen, auf dem Fabrikschild und im Papier, Zeichen für Zeichen.

Wo steht die Fahrzeugidentifikationsnummer in den Fahrzeugpapieren?

In dem Feld, das mit dem Buchstaben E gekennzeichnet ist: Europäisch ist E für die Fahrzeug-Identifizierungsnummer vergeben (Stand: 5. September 2026). Für diese eine Angabe suchen Sie in den Papieren deshalb den Buchstaben und nicht das Wort, auch wenn die Sprache wechselt. Wie die Papiere im Übrigen aufgebaut sind, erklären unsere Seiten zum Fahrzeugschein und zur Zulassungsbescheinigung Teil II.

Was zeigt eine Abfrage über die Fahrzeugidentifikationsnummer bei Ihnen?

Die kostenlose Vorschau bestätigt, dass die Nummer plausibel zu einem Fahrzeug gehört, und zeigt die dokumentierten Fahrzeugdaten. Der vollständige Bericht fasst zusammen, was zu dieser einen Nummer erfasst wurde: erfasste Kilometerstände, gemeldete Schäden, Auktions- und Importspuren, offene Rückrufe. Er kostet 19,95 € als Einmalzahlung, ohne Abo. Zwei Grenzen nennen wir ausdrücklich: Personenbezogene Halterdaten sind nicht enthalten und werden von uns auch nicht angeboten, und ein Datenbericht ersetzt keine körperliche Untersuchung. Was am Unterboden rostet, sieht nur jemand, der davorsteht.

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Erst die Nummer prüfen, dann die Geschichte.

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