Kurzzeitkennzeichen — vier Voraussetzungen, eine davon übersieht fast jeder
Ein Kurzzeitkennzeichen erlaubt Probe- und Überführungsfahrten mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug. Aber nur, wenn vier Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind — und die zweite, der Nachweis der Hauptuntersuchung, ist der Grund, warum so viele Abholungen platzen.
Vor der Überführung: die Fahrgestellnummer prüfen
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Gebühr für die Zuteilung nach dem bundesweiten Gebührentarif für Maßnahmen im Straßenverkehr · Stand: 5. September 2026
Kurzantwort
- Was ist ein Kurzzeitkennzeichen?
- Es erlaubt, ein nicht zugelassenes Fahrzeug für zwei Zwecke zu bewegen: für Probefahrten und für Überführungsfahrten. Es ist kein Ersatz für die Zulassung und kein Kennzeichen für den Alltag — sondern eine eng begrenzte Erlaubnis, damit ein gekauftes Auto vom alten an den neuen Standort kommt.
- Welche Bedingung übersehen die meisten?
- Den Nachweis der Hauptuntersuchung. Die Fahrt ist nur gedeckt, wenn ein gültiger Nachweis über eine bestandene Hauptuntersuchung vorliegt — und, wo vorgeschrieben, über die Sicherheitsprüfung. Ein Kurzzeitkennzeichen macht aus einem Fahrzeug mit abgelaufener HU also kein fahrbereites Fahrzeug. Das ist der Punkt, an dem die meisten Pläne kippen.
- Wo beantrage ich es und was kostet die Zuteilung?
- Sie haben die Wahl: zuständig ist die Zulassungsbehörde des Antragstellers oder die Behörde, in deren Bezirk das Fahrzeug steht. Das ist praktisch, wenn Sie das Auto weit entfernt gekauft haben. Für die Zuteilung fällt eine Gebühr von 10,20 € nach dem bundesweiten Gebührentarif an (Stand: 5. September 2026); Versicherung und mögliche eigene Posten Ihrer Behörde kommen hinzu.
Die Bedingung, an der die meisten scheitern
Der übliche Ablauf sieht so aus: Sie haben ein Auto gefunden, es steht ein paar hundert Kilometer entfernt, es ist abgemeldet, und Sie brauchen eine Möglichkeit, es nach Hause zu bringen. Beim Suchen stoßen Sie auf das Kurzzeitkennzeichen und halten es für die Lösung. In den meisten Fällen ist es das auch. In einem Teil der Fälle aber nicht — und dieser Teil ist genau der, in dem das Fahrzeug besonders günstig war.
Ein nicht zugelassenes Fahrzeug darf für Probefahrten oder Überführungsfahrten mit einem Kurzzeitkennzeichen betrieben werden. Diese Erlaubnis hängt aber an vier Bedingungen, die alle vier gleichzeitig erfüllt sein müssen. Drei davon sind Papierkram, den man erledigen kann. Eine ist keiner — der zweite Punkt der Liste: Es muss ein gültiger Nachweis darüber vorliegen, dass die Hauptuntersuchung bestanden wurde, und dort, wo eine Sicherheitsprüfung vorgeschrieben ist, auch über diese.
Das ist der Satz, der die meisten Pläne kippt. Denn genau die Fahrzeuge, die man mit einem Kurzzeitkennzeichen holen will — lange abgestellt, günstig abgegeben, seit Jahren nicht mehr bewegt — sind oft die, bei denen die Untersuchung abgelaufen ist. Das Kennzeichen ist kein Freibrief für ein Fahrzeug, das die technische Prüfung nicht mehr im Rücken hat. Es ist eine Erlaubnis, ein geprüftes Fahrzeug ohne Zulassung zu bewegen. Der Unterschied klingt klein und entscheidet über die gesamte Abholung.
Fragen Sie deshalb schon im ersten Telefonat mit dem Verkäufer nach dem HU-Nachweis, nicht erst beim Abholtermin. Zwei Fragen genügen: Liegt der Nachweis vor, und bis wann läuft er? Wenn die Antwort unklar ist oder das Papier „irgendwo sein muss“, planen Sie den Transport von vornherein anders. Ob es für Ihren konkreten Fall einen anderen zulässigen Weg gibt, beantwortet Ihnen die Zulassungsstelle verbindlich — wir behaupten hier bewusst keine Ausnahme, die wir nicht am Verordnungstext nachlesen konnten.
Vier Voraussetzungen — und alle vier müssen zusammen erfüllt sein
Es ist keine Auswahlliste, aus der drei genügen. Fehlt ein Punkt, trägt die Erlaubnis nicht — auch dann nicht, wenn die Schilder bereits am Fahrzeug hängen.
Ein genehmigter Typ oder eine Einzelgenehmigung
Das Fahrzeug muss einem genehmigten Typ entsprechen oder eine Einzelgenehmigung besitzen. Bei einem Serienfahrzeug mit vollständigen Papieren ist das der unauffälligste der vier Punkte. Kritisch wird er bei Eigenbauten, stark umgebauten Fahrzeugen und bei Importen, für die noch keine deutsche Genehmigung vorliegt.
Ein gültiger Nachweis der Hauptuntersuchung
Es muss ein gültiger Nachweis darüber vorliegen, dass die Hauptuntersuchung bestanden wurde — und dort, wo eine Sicherheitsprüfung vorgeschrieben ist, auch über diese. Das ist die Bedingung, die die meisten Vorhaben scheitern lässt, weil sie nichts mit Formularen zu tun hat, sondern mit dem technischen Zustand des Fahrzeugs.
Eine Kfz-Haftpflichtversicherung
Für das Fahrzeug muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung im Sinne des Pflichtversicherungsgesetzes bestehen. Der Versicherungsnachweis ist deshalb nicht der letzte Schritt, sondern einer der ersten: Ohne ihn hat der Behördengang keinen Zweck.
Das Kurzzeitkennzeichen am Fahrzeug
Das Fahrzeug muss das zugeteilte Kurzzeitkennzeichen tatsächlich führen. Zugeteilt bekommen und im Kofferraum liegen haben genügt nicht — die Schilder gehören ans Fahrzeug, bevor die erste Fahrt beginnt.
Drei dieser Punkte kann man an einem Vormittag erledigen: Der Versicherungsnachweis kommt vom Versicherer, das Kennzeichen von der Behörde. Der genehmigte Typ ergibt sich bei einem Serienfahrzeug aus den Papieren. Nur der HU-Nachweis lässt sich nicht organisieren, wenn er fehlt — er hängt am Zustand des Fahrzeugs, und den kann keine Behörde nachreichen.
Wofür es gedacht ist — und wofür ausdrücklich nicht
Das Kurzzeitkennzeichen deckt zwei benannte Fahrtzwecke ab. Es ist damit enger gefasst, als der Name vermuten lässt: Kurz bezieht sich auf den Zeitraum, nicht auf die Beliebigkeit der Fahrten.
Probefahrten
Sie wollen ein Fahrzeug fahren, bevor es zugelassen ist — weil Sie es kaufen möchten oder weil Sie prüfen wollen, ob es nach einer Standzeit oder einer Reparatur wieder läuft.
Überführungsfahrten
Sie haben gekauft und müssen das Fahrzeug von A nach B bringen: vom Verkäufer nach Hause, vom Händler zur Werkstatt, vom Auktionsgelände zum eigenen Hof.
Wofür es nicht gedacht ist
- Als Ersatz für die Zulassung. Wer das Fahrzeug dauerhaft nutzen will, meldet es an — dafür gibt es kein Kurzzeitkennzeichen.
- Für den Alltagsbetrieb. Pendeln, Einkaufen, Kinder zur Schule fahren: das sind weder Probe- noch Überführungsfahrten.
- Als Umgehung eines abgelaufenen HU-Termins. Fehlt der Nachweis, ist die Voraussetzung nicht erfüllt — daran ändert das Schild nichts.
- Für ein Fahrzeug, das den technischen Anforderungen nicht genügt. Das Kennzeichen ist eine Erlaubnis zum Fahren, keine Bescheinigung über den Zustand.
Die Haftpflichtversicherung gehört an den Anfang, nicht ans Ende
Für das Fahrzeug muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung im Sinne des Pflichtversicherungsgesetzes bestehen. Das ist keine Formalie, die man nach der Zuteilung nachreicht — es ist eine der Bedingungen, unter denen die Fahrt überhaupt erlaubt ist. Ohne den Nachweis hat der Weg zur Behörde keinen Zweck.
Klären Sie mit Ihrem Versicherer zwei Dinge, bevor Sie etwas anderes tun. Erstens: Deckt der Schutz das konkrete Fahrzeug, um das es geht — mit seiner Fahrgestellnummer, seiner Bauart, seinem Gewicht? Zweitens: Für welchen Zeitraum gilt er? Genau dieser Zeitraum begrenzt Ihre Fahrten mit; er ist neben dem Fahrzeugschein die zweite Uhr, die läuft.
Preise nennen wir hier keine. Was eine Deckung für eine Überführung kostet, hängt vom Versicherer, vom Fahrzeug und vom Fahrer ab, und jede Zahl, die wir hier hinschreiben würden, wäre geraten. Fragen Sie zwei oder drei Anbieter, und lassen Sie sich den Deckungsumfang schriftlich bestätigen — nicht am Telefon zusagen.
Zwei Behörden dürfen zuteilen — und das ist die gute Nachricht
Ein Kurzzeitkennzeichen darf die Zulassungsbehörde zuteilen, in deren Bezirk der Antragsteller seinen Sitz oder Wohnsitz hat — oder die Behörde, die für den Standort des Fahrzeugs zuständig ist. Sie haben also eine echte Wahl, und bei einem Kauf über größere Entfernung ist das die praktisch wichtigste Erleichterung der ganzen Regelung.
Daraus ergeben sich zwei Wege. Entweder Sie holen das Kennzeichen bei sich zu Hause und reisen mit den Schildern zum Fahrzeug — praktisch, wenn Sie Ihre eigene Zulassungsstelle kennen und dort schnell einen Termin bekommen. Oder Sie erledigen es vor Ort dort, wo das Auto steht — praktisch, wenn Sie ohnehin hinfahren und die dortige Behörde erreichbar ist. Welcher Weg schneller ist, entscheidet nicht die Entfernung, sondern die Terminlage. Rufen Sie beide Ämter an, bevor Sie sich festlegen.
Bei der Zuteilung wird außerdem ein Fahrzeugschein für Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen ausgestellt, und zwar auf den Antragsteller. Dieses Dokument gehört auf die Fahrt: Es weist aus, wem das Kennzeichen zugeteilt wurde und für welches Fahrzeug es geführt wird. Es ersetzt weder die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs noch einen Eigentumsnachweis — und es ist auch das Papier, in dem der Zeitraum steht, auf den Sie achten müssen.
Welche Unterlagen Ihre Behörde im Einzelnen sehen will, sagt Ihnen die Behörde. Die vier Voraussetzungen geben die Richtung vor — Fahrzeugpapiere, HU-Nachweis, Versicherungsnachweis, dazu Ihre eigenen Angaben als Antragsteller. Wir drucken hier bewusst keine erfundene Checkliste, sondern raten zum Anruf: Zwei Minuten am Telefon ersparen eine zweite Anfahrt.
Was die Zuteilung kostet
10,20 €
Gebühr für die Zuteilung eines Kurzzeitkennzeichens nach dem bundesweiten Gebührentarif für Maßnahmen im Straßenverkehr.
Stand: 5. September 2026
Das ist die Gebühr für den Verwaltungsakt — nicht der Gesamtpreis Ihrer Überführung. Nicht enthalten sind die Schilder selbst, die Kfz-Haftpflichtversicherung und weitere Posten, die Ihre Behörde gesondert abrechnen kann. Der bundesweite Tarif ist die verbindliche Grundlage; er schließt nicht aus, dass vor Ort noch etwas dazukommt.
Für diese Zusatzposten nennen wir hier keine Zahl. Sie unterscheiden sich je nach Anbieter und Behörde, und eine erfundene Spanne wäre schlechter als gar keine Angabe. Fragen Sie beim Terminanruf einfach mit: Was kostet die Zuteilung bei Ihnen insgesamt, und was muss ich mitbringen? Beide Antworten bekommen Sie in einem Satz.
Wie lange es gilt — und warum hier keine Tageszahl steht
Diese Frage wird häufiger gestellt als jede andere, und im Netz kursiert dazu eine Zahl, die jeder abschreibt. Wir schreiben sie nicht ab. Wir drucken auf dieser Seite nur, was wir am Originaltext nachlesen konnten — und eine Dauer in Tagen war nicht darunter.
Was Sie stattdessen tun: Der Zeitraum steht in dem Fahrzeugschein für Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen, den Sie bei der Zuteilung erhalten. Daneben läuft der Zeitraum Ihres Versicherungsschutzes. Diese beiden Angaben bestimmen gemeinsam, wann Sie fahren dürfen — nicht eine Faustregel aus einem Forum. Lassen Sie sich den Zeitraum am Schalter nennen, notieren Sie ihn und legen Sie die Überführung so, dass Sie nicht auf den letzten Tag angewiesen sind.
Planen Sie außerdem Puffer ein. Eine Panne auf halber Strecke, ein Verkäufer, der kurzfristig absagt, ein Termin, den die Werkstatt verschiebt: All das kostet Tage, die Sie am Ende nicht mehr haben. Wer nach Ablauf weiterfährt, bewegt ein nicht zugelassenes Fahrzeug ohne die erforderliche Erlaubnis — mit allem, was daran hängt, von der Kontrolle bis zur Versicherungsfrage im Schadensfall.
Sonderfall: Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen
Wer ein Motorrad, ein Cabrio oder einen Oldtimer mit Saisonkennzeichen fährt, kennt das Problem: Außerhalb des eingetragenen Betriebszeitraums steht das Fahrzeug still, auch wenn es einmal bewegt werden müsste — zur Werkstatt, zum Käufer, in eine andere Halle.
Dafür ist ausdrücklich vorgesorgt: Ein Fahrzeug, dem ein Saisonkennzeichen zugeteilt ist, darf außerhalb seines Betriebszeitraums mit einem Kurzzeitkennzeichen betrieben werden. Eine zusätzliche Bedingung kommt dabei ins Spiel: Das Saisonkennzeichen darf in dieser Zeit nicht gleichzeitig angebracht sein. Praktisch heißt das: erst die Saisonschilder abnehmen, dann die Kurzzeitkennzeichen anbringen. Beide nebeneinander am Fahrzeug sind nicht vorgesehen.
Alles andere bleibt unverändert. Die vier Voraussetzungen gelten auch hier, allen voran der Nachweis der Hauptuntersuchung. Ein Saisonfahrzeug, dessen Untersuchung während der Standzeit abgelaufen ist, fällt genauso aus der Regelung wie jedes andere Fahrzeug — und gerade bei Fahrzeugen, die einen großen Teil des Jahres stehen, passiert das leicht.
Vor der Überführung: das Fahrzeug prüfen, nicht nur das Kennzeichen
Ein Kurzzeitkennzeichen beantwortet die Frage, ob Sie fahren dürfen. Es beantwortet nicht die Frage, ob Sie fahren sollten. Eine Überführung ist häufig die erste längere Strecke, die ein Fahrzeug nach längerer Standzeit zurücklegt, und sie findet mit einem Auto statt, das Sie gerade erst gekauft haben.
- Die Fahrgestellnummer im Fahrzeug mit der in den Papieren abgleichen — Zeichen für Zeichen, nicht auf den ersten Blick.
- Den Nachweis der Hauptuntersuchung ansehen und das Datum notieren, bevor Sie losfahren, nicht danach.
- Den Versicherungsschutz klären und sich schriftlich geben lassen, was gedeckt ist.
- Die erfassten Kilometerstände und die Historie zur FIN gegenlesen — bevor Sie das Fahrzeug mitnehmen und nicht mehr verhandeln können.
- Reifen, Beleuchtung, Bremsgefühl und Flüssigkeitsstände vor der ersten langen Etappe selbst prüfen oder prüfen lassen.
Für den Datenteil dieser Liste gibt es eine Abkürzung: eine Abfrage über die Fahrgestellnummer. Sie zeigt, welche Einträge zu dem Fahrzeug vorliegen — erfasste Kilometerstände, gemeldete Schäden, Auktions- und Importspuren, offene Rückrufe. Das ist Wissen, das vor der Anreise nützlich ist und nach der Übergabe fast wertlos. Die Vorschau ist kostenlos, der vollständige Bericht kostet 19,95 € als Einmalzahlung, ohne Abo.
Zwei Grenzen dazu, damit die Erwartung stimmt. Erstens: Ein Datenbericht ersetzt keine körperliche Untersuchung. Er sieht keinen Rost am Unterboden, keine weichen Bremsen und keine schleifende Kupplung — sehen Sie sich das Fahrzeug an oder lassen Sie es ansehen, bevor Sie damit losfahren. Zweitens: Personenbezogene Halterdaten sind nicht enthalten und werden von uns auch nicht angeboten. Namen und Anschriften früherer Halter stammen aus geschützten Registern und gehören nicht in einen Onlinebericht.
Kurzzeitkennzeichen, Anmeldung, Ummeldung, Abmeldung
Diese vier Vorgänge werden regelmäßig verwechselt, obwohl sie an völlig verschiedenen Punkten stehen. Das Kurzzeitkennzeichen ist die Überbrückung: Es bringt ein Fahrzeug dorthin, wo es anschließend zugelassen wird. Es beendet nichts und beginnt nichts, es schließt eine Lücke.
Nach der Überführung folgt die Anmeldung — dort bekommt das Fahrzeug seine eigenen Kennzeichen und darf regulär bewegt werden. Wenn Sie ein bereits zugelassenes Fahrzeug übernehmen oder umziehen, ist die Ummeldung der richtige Weg; ein Kurzzeitkennzeichen brauchen Sie dann gar nicht. Und wer sein Fahrzeug aus dem Verkehr nimmt, weil es verkauft, verschrottet oder eingelagert wird, erledigt das über die Abmeldung.
Ein häufiger Irrtum verdient noch einen eigenen Satz: Wenn Sie das Fahrzeug regulär zulassen und mit eigenen Schildern abholen können, brauchen Sie überhaupt kein Kurzzeitkennzeichen. Der typische Fall ist nur eben ein anderer — das Auto steht weit weg, ist abgemeldet, und es muss erst einmal nach Hause, bevor es angemeldet werden kann. Genau für diese Reihenfolge ist die Überführungsfahrt da. Was in der Vorgeschichte des Fahrzeugs steckt, klären Sie parallel über die Fahrzeughistorie zur FIN.
Offizielle Anlaufstellen
Wo die Regeln und der Gebührentarif im Volltext stehen. Verbindlich ist für Ihren Fall immer Ihre Zulassungsstelle.
Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV)
Der Verordnungstext im Volltext: Hier stehen die Voraussetzungen für den Betrieb mit Kurzzeitkennzeichen, die Zuständigkeit der Behörden und der Fahrzeugschein für Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen.
Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr
Der bundesweite Gebührentarif mit dem Betrag für die Zuteilung eines Kurzzeitkennzeichens. Er ist die verbindliche Grundlage — Ihre Behörde kann daneben eigene Posten abrechnen.
Kraftfahrt-Bundesamt
Führt die Fahrzeugregister und erklärt die Grundzüge des Zulassungswesens, einschließlich der Frage, welche Stelle für welchen Vorgang zuständig ist.
TÜV-Verband
Der Verband der technischen Überwachungsorganisationen erklärt Ablauf und Umfang der Hauptuntersuchung — jener Prüfung, deren Nachweis für das Kurzzeitkennzeichen vorliegen muss.
Weiterlesen
Prüfen Sie die Fahrgestellnummer immer vor dem Kauf
Die kostenlose Vorschau zeigt Title Brands (US-Titel-Kennzeichnungen), Diebstahlstatus und offene Rückrufe in Sekunden und meldet, ob Unfall- und Tachodaten vorliegen. Die vollständige Historie kostet 19,95 € — einmalig, ohne Abo.
Kurzzeitkennzeichen — häufige Fragen
Bekomme ich ein Kurzzeitkennzeichen ohne gültige HU?
Der Betrieb mit Kurzzeitkennzeichen ist nur zulässig, wenn ein gültiger Nachweis über eine bestandene Hauptuntersuchung vorliegt — und, soweit vorgeschrieben, auch über die Sicherheitsprüfung. Ohne diesen Nachweis ist eine der vier Voraussetzungen schlicht nicht erfüllt, und zwar unabhängig davon, ob jemand Ihnen ein Schild aushändigt oder nicht. Planen Sie deshalb nicht damit, ein Fahrzeug mit abgelaufener Untersuchung über die halbe Republik zu fahren. Ob es für Ihren konkreten Fall einen anderen Weg gibt, klärt die Zulassungsstelle, bei der Sie den Antrag stellen wollen — dort und nicht in einem Forum.
Was kostet ein Kurzzeitkennzeichen?
Für die Zuteilung sieht der bundesweite Gebührentarif 10,20 € vor (Stand: 5. September 2026). Das ist die Gebühr für den Verwaltungsakt selbst. Nicht enthalten sind die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Sie ohnehin nachweisen müssen und deren Preis Ihr Versicherer bestimmt, die Schilder selbst und mögliche weitere Posten, die Ihre Behörde gesondert abrechnet. Wir nennen für diese Punkte bewusst keine Zahl, weil sie sich je nach Anbieter und Behörde unterscheidet — fragen Sie beim Termin danach, bevor Sie hinfahren.
Wie lange gilt ein Kurzzeitkennzeichen?
Wir drucken hier bewusst keine Tageszahl. Maßgeblich ist der Zeitraum, der in dem ausgestellten Fahrzeugschein für Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen steht, zusammen mit dem Zeitraum, für den Ihr Versicherungsschutz besteht. Diese beiden Angaben bestimmen, wann Sie fahren dürfen — nicht eine Faustregel aus dem Internet. Lassen Sie sich den Zeitraum bei der Zuteilung nennen, notieren Sie ihn und richten Sie die Überführung danach aus. Wer nach Ablauf weiterfährt, bewegt ein nicht zugelassenes Fahrzeug ohne die erforderliche Erlaubnis.
Welche Zulassungsstelle ist zuständig?
Sie haben eine echte Wahl: Zuteilen darf die Zulassungsbehörde, in deren Bezirk Sie als Antragsteller Ihren Sitz oder Wohnsitz haben, oder die Behörde, die für den Standort des Fahrzeugs zuständig ist. Bei einem Kauf über eine größere Entfernung ist das die praktisch wichtigste Erleichterung dieser Regelung: Sie können das Kennzeichen zu Hause holen und mit den Schildern zum Fahrzeug fahren, oder Sie erledigen es vor Ort dort, wo das Auto steht. Welcher Weg schneller ist, hängt von den Terminen der beiden Ämter ab — rufen Sie beide an.
Was bekomme ich bei der Zuteilung ausgehändigt?
Neben dem Kennzeichen wird ein Fahrzeugschein für Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen ausgestellt, und zwar auf den Antragsteller. Dieses Dokument gehört zur Fahrt: Es weist aus, wem das Kennzeichen zugeteilt wurde und für welches Fahrzeug es verwendet wird. Behandeln Sie es wie den Fahrzeugschein eines zugelassenen Autos und führen Sie es mit. Es ersetzt weder die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs noch einen Eigentumsnachweis.
Darf ich ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen außerhalb der Saison bewegen?
Ja, das ist ausdrücklich vorgesehen: Ein Fahrzeug, dem ein Saisonkennzeichen zugeteilt ist, darf außerhalb seines Betriebszeitraums mit einem Kurzzeitkennzeichen betrieben werden. Eine Bedingung kommt dabei hinzu — das Saisonkennzeichen darf in dieser Zeit nicht gleichzeitig angebracht sein. Praktisch heißt das: Die Saisonschilder kommen ab, bevor die Kurzzeitkennzeichen drankommen. Und die übrigen Voraussetzungen gelten unverändert weiter, allen voran der Nachweis der Hauptuntersuchung.
Ersetzt eine FIN-Abfrage die Besichtigung vor der Überführung?
Nein. Ein Datenbericht zeigt, was zu einem Fahrzeug erfasst wurde — er kann nicht sehen, ob die Bremsen greifen, ob Öl austritt oder ob der Unterboden durchgerostet ist. Fassen Sie beides als zwei getrennte Prüfungen auf: die Daten vor der Anreise, das Fahrzeug vor der Abfahrt. Unsere Vorschau zur Fahrgestellnummer ist kostenlos, der vollständige Bericht kostet 19,95 € als Einmalzahlung ohne Abo. Personenbezogene Halterdaten sind darin nicht enthalten und werden von uns auch nicht angeboten.
Brauche ich ein Kurzzeitkennzeichen, wenn ich das Auto sofort anmelde?
Wenn Sie das Fahrzeug regulär zulassen und mit eigenen Kennzeichen abholen können, brauchen Sie kein Kurzzeitkennzeichen. Der typische Fall ist ein anderer: Das Auto steht weit weg, ist abgemeldet, und Sie müssen es erst einmal nach Hause bringen, bevor Sie es überhaupt anmelden können. Für genau diese Lücke ist die Überführungsfahrt gedacht. Wie die anschließende Zulassung abläuft, steht auf unserer Seite zum Auto anmelden.
Erst prüfen, dann losfahren.
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