kW im Fahrzeugschein — Feld P.2 und was die Zahl bedeutet
Die Leistung Ihres Fahrzeugs steht in Feld P.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I — in Kilowatt, und nur in Kilowatt. Hier steht, was diese Zahl misst, warum das Papier keine PS kennt und wo ihre Aussagekraft endet.
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Kurzantwort
- Wo steht kW im Fahrzeugschein?
- In Feld P.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I — dem Dokument, das im Alltag „Fahrzeugschein“ heißt. Dort führt das Papier die Nennleistung des Antriebs in Kilowatt. Eine PS-Angabe suchen Sie darin vergeblich: Die kennt der Prospekt, nicht die Zulassungsstelle.
- Warum Kilowatt und nicht PS?
- Weil das Kilowatt die gesetzliche Einheit für Leistung ist — dieselbe, in der auch eine Bohrmaschine oder ein Wasserkocher gemessen wird. Die Pferdestärke ist eine Alteinheit, die sich in der Umgangssprache und in der Werbung gehalten hat, aber in einem amtlichen Dokument nichts zu suchen hat.
- Wie viel PS ist ein Kilowatt?
- Genau 1,35962 PS. Der Wert ist definiert und nicht geschätzt, weil die metrische Pferdestärke selbst über das Kilowatt festgelegt ist: 1 PS entspricht 0,73549875 kW. Die Umrechnung in beide Richtungen steht ausführlich auf PS im Fahrzeugschein.
Feld P.2 — und warum Sie dort keine PS finden
Die Suche endet schnell, wenn man weiß, wonach man sucht: Die Leistungsangabe steht in Feld P.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I, also in dem Dokument, das alle „Fahrzeugschein“ nennen und das ins Auto gehört. Der Wert dort ist die Nennleistung in Kilowatt.
Irritierend ist für viele nicht der Fundort, sondern das, was daneben fehlt. Man kennt sein Auto als „150-PS-Diesel“ und findet im Papier eine ganz andere, kleinere Zahl. Das ist kein Fehler und keine Abwertung: Es ist dieselbe Leistung, nur in der Einheit, die amtlich gilt. Die Pferdestärke steht im Prospekt, im Inserat und im Gespräch an der Tankstelle — im Dokument steht sie nicht.
Wer nur diese eine Auskunft brauchte, kann hier aufhören. Der interessantere Teil beginnt allerdings danach, denn die Zahl in P.2 wird regelmäßig überinterpretiert. Sie ist keine Messung an Ihrem Fahrzeug, sie sagt nichts über den Zustand des Antriebs und sie beschreibt auch nicht, was das Fahrzeug dauerhaft leisten kann. Was sie tatsächlich beschreibt, steht in den nächsten Abschnitten.
Was die Kilowattzahl eigentlich misst
Leistung ist Arbeit pro Zeit. Ein Kilowatt beschreibt also, wie schnell ein Antrieb Energie umsetzen kann — physikalisch dieselbe Größe, die auch bei einem Ladepunkt oder einem Wasserkocher auf dem Typenschild steht. Beim Fahrzeug ist der Wert in P.2 die Nennleistung: der Leistungswert, mit dem der Fahrzeugtyp genehmigt worden ist, ermittelt unter festgelegten Bedingungen und aus den Unterlagen zur Typgenehmigung in das Dokument übernommen.
Dieser Ursprung erklärt fast alles, was an der Zahl später irritiert. Sie stammt aus dem Genehmigungsverfahren für einen Typ, nicht aus einer Prüfung Ihres konkreten Exemplars. Sie ist deshalb über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs unverändert — bei einem frisch ausgelieferten Neuwagen steht dort derselbe Wert wie bei demselben Fahrzeug nach vielen Jahren und einer entsprechend langen Laufleistung. Ein Antrieb, der Kompression verloren hat oder dessen Turbolader müde geworden ist, trägt im Papier weiterhin seine Genehmigungszahl.
Aus demselben Grund tragen zwei Fahrzeuge, die auf dem Parkplatz identisch aussehen, nicht zwangsläufig dieselbe Zahl. Hersteller bauen ein Modell in mehreren Motorisierungen, überarbeiten sie im Laufe der Bauzeit und bieten dieselbe Baureihe in verschiedenen Ausführungen an. Was auf dem Kofferraumdeckel steht, sagt darüber wenig — die Motorisierung steht im Papier. Wer ein Fahrzeug vergleicht, vergleicht deshalb sinnvollerweise die Angaben aus den Dokumenten und nicht die Bezeichnungen aus dem Inserat.
Vollständig wird die Angabe erst zusammen mit der Nenndrehzahl im Nachbarfeld. Eine Leistung liegt nicht über den gesamten Drehzahlbereich an, sondern an einem Punkt — und dieser Punkt gehört zur Zahl dazu wie die Einheit. Wer zwei Motorisierungen vergleicht, vergleicht deshalb sinnvollerweise beide Angaben und nicht nur den größeren Kilowattwert.
Warum das Dokument in Kilowatt rechnet
Die Frage „warum nicht einfach PS“ ist berechtigt — schließlich spricht kaum jemand im Alltag von Kilowatt. Vier Gründe, die zusammen das Bild ergeben.
- Kilowatt ist die Einheit des internationalen Einheitensystems für Leistung — die gleiche Einheit, in der auch ein Heizlüfter, ein Ladepunkt oder ein Kraftwerk gemessen wird. Ein Fahrzeug bekommt dadurch keine Sondereinheit.
- Die Pferdestärke ist eine Alteinheit. Sie ist nicht verboten und wird weiter verwendet, aber sie steht in der Werbung und im Gespräch, nicht in einem behördlichen Dokument.
- Weil die metrische Pferdestärke selbst über das Kilowatt definiert ist, gibt es zwischen beiden keinen Messunterschied. Es gibt nur eine Umrechnung — und die ist auf die Nachkommastelle festgelegt.
- Die Feldkennungen sind europäisch abgestimmt. Wer eine Zulassungsbescheinigung aus einem anderen Mitgliedstaat in der Hand hält, findet die Leistung an derselben Stelle, ohne die Sprache zu lesen.
Praktisch bedeutet das: Sie verlieren durch die Kilowattangabe keine Information. Es gibt nicht „die PS-Leistung“ und daneben „die kW-Leistung“ als zwei verschiedene Messungen. Es gibt eine Leistung und zwei Schreibweisen, und die eine lässt sich exakt in die andere überführen.
Warum das Papier mit Buchstaben und Ziffern arbeitet
„P.2“ liest sich wie eine Zumutung für ein Dokument, das Bürgerinnen und Bürger verstehen sollen. Der Code hat aber einen nachvollziehbaren Zweck: Die Feldkennungen sind europäisch harmonisiert. Dieselbe Angabe trägt in jeder Zulassungsbescheinigung der Mitgliedstaaten dieselbe Kennung — unabhängig davon, in welcher Sprache die Beschriftung daneben gedruckt ist.
Für den Alltag heißt das: Eine Beamtin bei einer Kontrolle, eine Werkstatt im Ausland oder ein Käufer, der ein importiertes Fahrzeug prüft, findet die Leistung immer an derselben Stelle, ohne die Landessprache zu lesen. Für Sie heißt es, dass sich der Aufbau des Dokuments lohnt zu lernen: Wer die Systematik einmal verstanden hat, findet auch jedes andere Feld wieder. Die vollständige Übersicht steht auf unserem Fahrzeugschein erklärt.
Die Nachbarfelder: P.2 im Zusammenhang lesen
Die Felder mit dem Buchstaben P beschreiben gemeinsam den Antrieb. Einzeln gelesen erzählt keines davon eine vollständige Geschichte.
P.1Hubraum
Das verdrängte Volumen des Motors in Kubikzentimetern. Bei rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen bleibt das Feld ohne Inhalt — es gibt schlicht nichts zu messen. Der Hubraum ist außerdem die Größe, an der bei Verbrennern die Kfz-Steuer hängt.
P.2Nennleistung in kW
Die Zahl, wegen der Sie hier sind. Ein einzelner Leistungswert in Kilowatt, aus den Unterlagen zur Typgenehmigung in das Dokument übernommen. Er beschreibt den Antrieb so, wie er genehmigt wurde — nicht so, wie er sich heute anfühlt.
P.4Nenndrehzahl
Die Drehzahl, bei der die Nennleistung anliegt. Erst zusammen ergeben P.2 und P.4 eine vollständige Aussage: eine Leistung ohne die zugehörige Drehzahl ist eine halbe Angabe.
Der Hubraum verdient dabei eine eigene Betrachtung, weil an ihm bei Verbrennern die Steuer hängt — das steht ausführlich auf Hubraum im Fahrzeugschein. Für die Leistungsfrage merken Sie sich vor allem eines: Ein leeres Hubraumfeld neben einer gefüllten Leistungsangabe ist bei einem Elektrofahrzeug völlig normal und kein Hinweis auf ein unvollständiges Dokument.
Nennleistung ist nicht dasselbe wie Dauerleistung
Hier liegt das größte Missverständnis rund um die Zahl. Eine Nennleistung ist ein Höchstwert, der unter festgelegten Bedingungen ermittelt wurde. Eine Dauerleistung wäre die Leistung, die ein Antrieb über längere Zeit abgeben kann, ohne an thermische Grenzen zu stoßen. Das sind zwei verschiedene Aussagen, und das Dokument trifft nur die erste.
Besonders sichtbar wird der Unterschied bei elektrischen Antrieben, bei denen zwischen einer kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung und einer dauerhaft abrufbaren Leistung unterschieden wird. Welcher dieser Werte in einem konkreten Papier landet, sagen wir Ihnen an dieser Stelle bewusst nicht: Die Formularvorgaben liegen im Verordnungsanhang als Abbildung vor, und was wir nicht am Originaltext nachlesen konnten, behaupten wir hier nicht. Wenn es für Sie darauf ankommt — etwa bei einer Einstufung, die an einer Leistungsgrenze hängt — fragen Sie bei der Zulassungsbehörde nach oder sehen Sie in die Unterlagen zur Typgenehmigung Ihres Fahrzeugs.
Was Sie in jedem Fall mitnehmen können: Die Zahl in P.2 ist eine Obergrenze unter Prüfbedingungen, kein Versprechen für den Dauerbetrieb. Wer ein Fahrzeug regelmäßig schwer belädt, einen Anhänger zieht oder lange Steigungen fährt, sollte seine Erwartung nicht allein aus dieser Zahl ableiten.
Von Kilowatt zu PS — die kurze Fassung
Weil fast jeder, der die kW-Zahl gefunden hat, sie als Nächstes umrechnen will, hier das Nötigste. Ausführlich, samt der Frage nach Abweichungen zur Herstellerangabe, behandeln wir das auf einer eigenen Seite.
Kilowatt in PS
Kilowattzahl mal 1,35962. Für den Überschlag im Kopf reicht „mal 1,36“ — der Fehler bleibt im Rundungsbereich.
PS in Kilowatt
PS-Zahl mal 0,73549875. Diese Richtung brauchen Sie, wenn ein Inserat nur PS nennt und Sie prüfen wollen, ob das zum Papier passt.
Beide Faktoren sind definiert und nicht geschätzt, weil die metrische Pferdestärke selbst über das Kilowatt festgelegt ist. Deshalb darf man sie mit voller Nachkommastelle verwenden, ohne eine Genauigkeit vorzutäuschen. Die ausführliche Behandlung samt der Frage, warum die umgerechnete Zahl gelegentlich von der Prospektangabe abweicht, steht auf PS im Fahrzeugschein.
Beim Elektroauto ist Kilowatt die einzige Zahl, die es je gab
Bei einem Verbrenner kann man sich über die Einheit streiten, weil es beide Traditionen gibt. Bei einem Elektroantrieb gibt es diesen Streit nicht: Ein Elektromotor hatte nie eine Pferdestärke. Jede PS-Angabe zu einem Elektrofahrzeug ist eine nachträgliche Umrechnung des Kilowattwerts — sie existiert nur, weil Käuferinnen und Käufer die Größenordnung aus dem Verbrennerzeitalter gewohnt sind.
Das macht die Papiere eines Elektrofahrzeugs an dieser Stelle sogar ehrlicher als das Marketing. Wer ein gebrauchtes Elektroauto prüft, sollte allerdings wissen, dass die Leistungsangabe für diese Fahrzeuge deutlich weniger über den Alltagsnutzen aussagt als bei einem Verbrenner. Die Fragen, die den Wert bestimmen, sind andere: Zustand und Kapazität der Batterie, Ladeleistung, Vorgeschichte. Die Kilowattzahl im Feld P.2 beantwortet keine davon.
Und noch einmal, weil es beim Elektroauto am häufigsten für Verwirrung sorgt: Das Hubraumfeld bleibt leer. Ein Antrieb ohne Zylinder verdrängt nichts. Wer das für einen Fehler hält und deshalb an der Echtheit des Dokuments zweifelt, zweifelt an der falschen Stelle.
Wofür Sie die Kilowattzahl tatsächlich brauchen
Niemand schlägt das Feld aus Neugier auf. Meistens steht ein Formular offen, das eine Zahl verlangt — und zwar genau die aus dem Papier, nicht die aus der Erinnerung. In diesen vier Situationen wird konkret danach gefragt.
Versicherung
Versicherer stufen Fahrzeuge nach Typklassen ein, die je Modellvariante vergeben werden. Die Motorisierung ist eines der Merkmale, das eine Variante von der anderen trennt — deshalb fragt jeder Antrag nach der Leistung, und deshalb muss die Zahl exakt aus dem Papier abgeschrieben werden und nicht aus dem Gedächtnis.
Inserat und Kaufvertrag
Wer ein Fahrzeug einstellt, überträgt die Leistung aus dem Papier ins Inserat. Ein PS-Wert im Anzeigentext ist zulässig, sollte aber die saubere Umrechnung der kW-Zahl sein — und nicht die gerundete Prospektangabe des Herstellers, die davon abweichen kann.
Fahrerlaubnis
Bei Krafträdern sind die Fahrerlaubnisklassen über Leistungsgrenzen in Kilowatt definiert. Welche Grenze für welche Klasse gilt und wie ein gedrosseltes Fahrzeug behandelt wird, klären Sie bei der Fahrerlaubnisbehörde — wir nennen hier bewusst keine Zahl, die sich ändern kann.
Werkstatt und Ersatzteile
Für die Zuordnung von Ersatzteilen und Wartungsvorgaben ist die Motorisierung das entscheidende Merkmal. Die Kombination aus Leistung, Hubraum und den Schlüsselnummern grenzt die Variante ein, wenn ein Modell in mehreren Motorisierungen gebaut wurde.
Eine Situation fehlt in dieser Liste bewusst: die Kfz-Steuer. Bei Personenkraftwagen mit Verbrennungsmotor bemisst sie sich nach Hubraum und Emissionen — die Leistung aus P.2 ist dort nicht der tragende Faktor. Wer der Steuerfrage nachgeht, ist auf Hubraum im Fahrzeugschein besser aufgehoben.
Wenn die eingetragene Leistung nicht zum Fahrzeug passt
Die Zahl in P.2 ist der Wert, mit dem das Fahrzeug zugelassen ist. Wird die Leistung eines Antriebs verändert, gehört diese Änderung geprüft und in die Papiere eingetragen. Ein Fahrzeug, das mehr leistet, als eingetragen ist, ist deshalb kein Schnäppchen, sondern ein Risiko — es trifft die Zulassung und den Versicherungsschutz, und es trifft denjenigen, der damit fährt, nicht den, der es verkauft hat.
In der Praxis begegnen Ihnen zwei Varianten dieses Problems. Die harmlose: Ein Modell wurde in mehreren Motorisierungen gebaut, und der Verkäufer nennt aus dem Gedächtnis die stärkere. Die ernste: Am Antrieb wurde tatsächlich etwas verändert, und niemand hat es eintragen lassen. Beide sehen im Inserat identisch aus. Maßgeblich ist immer das Dokument, und bei einer Abweichung lassen Sie sich die Unterlagen zur Änderung zeigen, bevor Sie unterschreiben.
Beim Besichtigungstermin kostet die Gegenprobe zwei Minuten: Nehmen Sie den Schein in die Hand, suchen Sie die Leistung und gleichen Sie sie mit dem ab, was der Verkäufer gesagt hat und was im Inserat steht. Weichen die Angaben voneinander ab, ist das noch kein Ausschlusskriterium — aber es ist der Punkt, an dem Sie nachfragen, statt weiterzublättern. Erklärt sich die Abweichung nicht durch eine schlichte Verwechslung der Variante, lassen Sie sich die Unterlagen zeigen, aus denen sich die eingetragene Leistung ergibt.
- Sie sagt nicht, wie lange der Wert abrufbar ist. Eine Nennleistung ist ein Höchstwert unter festgelegten Bedingungen, keine Zusage über eine Dauerbelastung.
- Sie sagt nichts über den Zustand des Antriebs. Ein Motor mit Kompressionsverlust trägt dieselbe Zahl im Papier wie am Tag der Erstzulassung.
- Sie sagt nichts über das Fahrgefühl. Wie kräftig ein Fahrzeug wirkt, hängt mindestens ebenso am Drehmoment, an der Übersetzung und am Gewicht — und keine dieser Größen steht in P.2.
- Sie sagt nichts über den Verbrauch. Zwei Fahrzeuge mit identischer Nennleistung können sich beim Verbrauch deutlich unterscheiden.
- Sie ist kein Nachweis dafür, dass am Antrieb nichts verändert wurde. Sie ist nur der Wert, mit dem das Fahrzeug eingetragen ist — und genau deshalb lohnt der Abgleich mit dem, was vor Ihnen steht.
Wenn die Papiere gerade nicht vorliegen
Beim Besichtigungstermin liegt der Fahrzeugschein nicht immer auf dem Tisch, und am Telefon schon gar nicht. Dann hilft die Fahrgestellnummer weiter: Sie steht am Fahrzeug selbst und ordnet ihm seine Werksdaten zu — also die Motorisierung und die Ausstattung, mit der es das Werk verlassen hat. Wo Sie die 17-stellige Nummer im Dokument und am Fahrzeug finden, steht auf Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein.
Die Vorschau ist kostenlos. Der vollständige Bericht kostet 19,95 € als Einmalzahlung, ohne Abo und ohne Kündigungsfrist. Stand: 5. September 2026. Was darin steckt und wo die Grenzen einer Datenabfrage liegen, beschreibt Fahrzeughistorie prüfen.
Zwei Grenzen gehören ehrlicherweise dazu. Erstens: Werksdaten beschreiben den Auslieferungszustand. Was ein Vorbesitzer danach am Antrieb verändert hat, steht dort nicht — das steht nur in den Papieren und in den Unterlagen zur Änderung. Zweitens, und wichtiger: ein Datenbericht ersetzt keine körperliche Untersuchung des Fahrzeugs. Er sagt Ihnen, womit Sie es zu tun haben und wo Sie genauer hinsehen sollten. Ob der Motor gesund ist, sieht nur, wer ihn laufen hört und auf die Bühne fährt.
Offizielle Anlaufstellen
Wo die Einheiten festgelegt sind, wer die Typgenehmigungen führt und wo der Verordnungstext im Volltext steht.
Kraftfahrt-Bundesamt
Die Behörde hinter der Typgenehmigung und dem Fahrzeugregister. Dort ist auch beschrieben, welche technischen Daten einem genehmigten Fahrzeugtyp zugeordnet sind und wie sie in die Papiere gelangen.
Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV)
Der Verordnungstext im Volltext: Anforderungen an die Zulassungsbescheinigungen Teil I und Teil II und an die Angaben, die eine Zulassungsbehörde einträgt.
Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Das nationale Metrologieinstitut. Zuständig für die gesetzlichen Einheiten — die Stelle, an der nachzulesen ist, warum Leistung amtlich in Watt und nicht in Pferdestärken angegeben wird.
ADAC
Erläuterungen zu den Fahrzeugpapieren und Musterkaufverträge für den privaten Fahrzeugverkauf, in denen die technischen Angaben aus dem Schein übernommen werden.
Weiterlesen
Prüfen Sie die Fahrgestellnummer immer vor dem Kauf
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kW im Fahrzeugschein — häufige Fragen
Wo steht kW im Fahrzeugschein?
In Feld P.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I. Dieses Feld führt die Nennleistung des Antriebs in Kilowatt. Direkt im Umfeld stehen die übrigen Angaben zum Antrieb: der Hubraum in P.1 und die Nenndrehzahl in P.4, also die Drehzahl, bei der die Leistung aus P.2 anliegt. Dass das Dokument mit Buchstaben- und Ziffernkennungen statt mit ausgeschriebenen Begriffen arbeitet, hat einen praktischen Grund: Die Feldcodes sind europäisch harmonisiert, sodass dieselbe Angabe in einer Bescheinigung aus einem anderen Mitgliedstaat an derselben Stelle steht.
Warum steht im Fahrzeugschein kW und nicht PS?
Weil das Kilowatt die gesetzliche Einheit der Leistung ist. Es gehört zum internationalen Einheitensystem und wird für jede Art von Leistung verwendet, vom Elektromotor bis zum Kraftwerk. Die Pferdestärke ist eine Alteinheit: Sie ist im Sprachgebrauch und in der Werbung geblieben, aber ein amtliches Dokument führt sie nicht. Für Sie hat das eine angenehme Nebenwirkung — es gibt keine zwei konkurrierenden Messverfahren, sondern nur eine Zahl und eine festgelegte Umrechnung.
Wie rechne ich kW in PS um?
Multiplizieren Sie die Kilowattzahl mit 1,35962, dann erhalten Sie die Pferdestärken. In die andere Richtung multiplizieren Sie die PS-Zahl mit 0,73549875. Beide Faktoren sind definiert und nicht gerundet, weil die metrische Pferdestärke selbst über das Kilowatt festgelegt ist. Für den Überschlag im Kopf reicht: mal 1,36. Wenn Sie die Umrechnung ausführlicher brauchen, samt der Frage, warum die umgerechnete Zahl manchmal von der Prospektangabe des Herstellers abweicht, steht das auf unserer Seite zu PS im Fahrzeugschein.
Was bedeutet Nennleistung in Feld P.2?
Die Nennleistung ist der Leistungswert, mit dem der Fahrzeugtyp genehmigt wurde — ermittelt unter festgelegten Bedingungen und aus den Unterlagen zur Typgenehmigung in das Dokument übernommen. Sie beschreibt den Antrieb im genehmigten Zustand. Sie ist ausdrücklich keine Aussage darüber, was ein bestimmtes gebrauchtes Fahrzeug heute leistet, und keine Zusage darüber, wie lange dieser Wert abrufbar ist. Zusammen mit der Nenndrehzahl in P.4 ergibt sie eine vollständige technische Angabe; für sich allein ist sie ein Datenpunkt, kein Zustandsbericht.
Ist die kW-Zahl im Fahrzeugschein die Dauerleistung?
Das Dokument nennt eine Nennleistung und trifft keine erkennbare Aussage darüber, wie lange dieser Wert anliegen kann. Fachsprachlich wird zwischen einer kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung und einer dauerhaft abrufbaren Leistung unterschieden, und bei elektrischen Antrieben liegen diese beiden Werte spürbar auseinander. Welcher davon in einem konkreten Papier steht, entnehmen Sie den Unterlagen zur Typgenehmigung Ihres Fahrzeugs oder erfragen es bei der Zulassungsbehörde. Wir nennen Ihnen hier bewusst keine Regel, die wir nicht am Verordnungstext prüfen konnten.
Steht bei einem Elektroauto auch kW in Feld P.2?
Ja, und beim Elektroauto ist die Kilowattangabe die einzige Leistungszahl, die es je gab. Ein Elektromotor hatte nie eine Pferdestärke — die PS-Zahl, die in Prospekten und Inseraten für Elektrofahrzeuge auftaucht, ist immer erst nachträglich aus dem Kilowattwert errechnet worden. Auffällig ist bei diesen Fahrzeugen die Nachbarschaft: Das Hubraumfeld bleibt ohne Inhalt, weil es nichts zu verdrängen gibt. Ein leeres Feld P.1 neben einer gefüllten Leistungsangabe ist also kein Fehler im Dokument, sondern der Normalfall.
Was mache ich, wenn die kW-Zahl im Papier nicht zum Fahrzeug passt?
Nachfragen, bevor Sie unterschreiben. Wird die Leistung eines Fahrzeugs verändert, gehört diese Änderung geprüft und in die Papiere eingetragen — ein Fahrzeug, das mehr leistet, als eingetragen ist, ist ein Problem für die Zulassung und für den Versicherungsschutz, und zwar für den, der es fährt. Umgekehrt kommt es vor, dass ein Modell in mehreren Motorisierungen gebaut wurde und der Verkäufer aus dem Gedächtnis die stärkere nennt. Maßgeblich ist immer das Dokument, nicht das Inserat. Lassen Sie sich bei Abweichungen die Unterlagen zur Änderung zeigen.
Wie finde ich die Leistung heraus, wenn die Papiere nicht vorliegen?
Über die Fahrgestellnummer. Sie steht am Fahrzeug selbst und ordnet ihm seine Werksdaten zu, also die Motorisierung und die Ausstattung, mit der es das Werk verlassen hat. Unsere Vorschau zur FIN ist kostenlos; der vollständige Bericht kostet 19,95 € als Einmalzahlung, ohne Abo (Stand: 5. September 2026). Zwei Grenzen gehören dazu: Was ein Vorbesitzer nach der Auslieferung am Antrieb verändert hat, steht in keinen Werksdaten, und ein Datenbericht ersetzt keine körperliche Untersuchung des Fahrzeugs. Vor dem Kauf gehört beides zusammen.
Die Motorisierung, bevor die Papiere auf dem Tisch liegen.
Geben Sie die Fahrgestellnummer ein und sehen Sie kostenlos, was zu dem Fahrzeug vorliegt. Der vollständige Bericht kostet 19,95 € — einmalig, ohne Abo. Stand: 5. September 2026.
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