US-Cars kaufen — Worauf es bei Papieren und Vorgeschichte ankommt.
Ein Pick-up, ein Muscle-Car oder ein großer SUV aus den USA steht beim Händler um die Ecke. Ob er in Deutschland zugelassen ist, was beim Umbau gemacht wurde und was in den USA mit ihm passiert ist, steht nicht immer im Inserat. Diese Seite zeigt, welche Papiere Sie sehen wollen und wie Sie die US-Vorgeschichte über die Fahrgestellnummer prüfen.
Die US-Vorgeschichte prüfen
Jedes US-Car hat eine 17-stellige FIN. Die kostenlose Vorschau zeigt, welche Title-, Kilometer- und Auktionsdaten dazu vorliegen.
Kostenlose Vorschau · Ohne Anmeldung · Keine Halterdaten
Kurzantwort
- Worauf sollte man beim Kauf eines US-Cars achten?
- Zuerst auf die Papiere: Ist das Auto schon in Deutschland zugelassen, mit Zulassungsbescheinigung Teil I und II? Wenn nicht, liegen Zollnachweis, Vollgutachten nach § 21 StVZO und der Title vor? Danach auf die US-Vorgeschichte über die FIN: Title-Brands wie Salvage, Versteigerungen nach einem Versicherungsschaden und der Verlauf der Kilometerstände.
- Sind US-Cars oft Unfallwagen?
- Ein Teil der US-Importe kommt über Versicherungsauktionen nach Europa; eine belastbare Quote dafür gibt es nicht. Die GTÜ warnt, dass Fahrzeuge aus den USA oft in schlechterem Zustand sind, als es auf den ersten Blick scheint, weil es in vielen Bundesstaaten keine technische Überwachung gibt und Reparaturen teils schlecht ausgeführt wurden.
- Was kostet ein US-Car zusätzlich zum US-Preis?
- Für einen Pkw nennt der Zoll 10 Prozent Zoll und 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer, dazu kommen Transport, Umbauten, Gutachten und Zulassung. Seit dem 1. Juli 2026 senkt die Verordnung (EU) 2026/1455 Zölle auf bestimmte Waren mit US-Ursprung. Ob ein bestimmtes Auto darunter fällt, hängt vom Herstellungsland und dem Nachweis der Direktbeförderung ab.
Fünf Fragen an jedes US-Car
Die ersten drei Fragen klären die deutschen Papiere, die letzten zwei die amerikanische Vergangenheit. Beides zusammen entscheidet über den Preis.
- 1Ist es schon zugelassen?Zulassungsbescheinigung Teil I und II zeigen lassen. Ohne sie ist die Zulassung Ihre Aufgabe.
- 2Ist es verzollt?Bei einem frisch importierten Auto die Zollunbedenklichkeitsbescheinigung verlangen.
- 3Gibt es das Gutachten?Vollgutachten nach § 21 StVZO, bei der Zulassung höchstens 18 Monate alt (Berlin).
- 4Wurde es versteigert?Die FIN bei BidFax und in einem Bericht suchen: Auktionsfotos zeigen den Schaden.
- 5Welcher Title?Salvage, Rebuilt oder Flood im Title-Verlauf sagen, was mit dem Auto passiert ist.
Zwei Arten von US-Cars auf dem deutschen Markt
Die erste Art ist bereits in Deutschland zugelassen. Sie hat deutsche Papiere, eine Vollabnahme hinter sich und fährt mit deutschem Kennzeichen. Beim Kauf übernehmen Sie das Auto wie jeden anderen Gebrauchtwagen, nur dass seine Vorgeschichte in Amerika beginnt.
Die zweite Art ist frisch importiert und noch nicht zugelassen. Dann liegen nur der Title, der Kaufvertrag und im besten Fall Zollnachweis und Gutachten vor. Fehlt etwas davon, tragen Sie Aufwand und Risiko der Zulassung. Fragen Sie deshalb ausdrücklich, in welchem Zustand die Papiere sind, und lassen Sie es sich schriftlich geben.
Diese Papiere sollte ein US-Car haben
Je nachdem, ob das Auto schon zugelassen ist, brauchen Sie einen Teil davon oder alle.
Zulassungsbescheinigung Teil I und II
Bei einem zugelassenen Auto die deutschen Papiere. Prüfen Sie die FIN gegen das Auto.
US-Title
Bei einem nicht zugelassenen Auto das wichtigste Papier. Die Zulassungsstelle braucht ihn im Original.
Zollnachweis
Die Zollunbedenklichkeitsbescheinigung. Ohne sie fragt die Zulassungsstelle beim Hauptzollamt nach.
Gutachten nach § 21 StVZO
Die Vollabnahme mit technischem Datenblatt. Sie zeigt auch, welche Umbauten gemacht wurden.
Kaufvertrag
Er muss zum Title und zur FIN passen. Notieren Sie die FIN im Vertrag.
Hauptuntersuchung
Eine gültige HU nach § 29 StVZO, für die Zulassung Pflicht.
Warum der Händler die US-Geschichte oft selbst nicht kennt
Ein Händler in Deutschland kauft US-Cars häufig über Importeure oder direkt aus Auktionen. Was er in die Hand bekommt, ist der Title des letzten Bundesstaats. Der enthält laut GTÜ nur Marke und Fahrgestellnummer, keinen Schadensverlauf und keine Kilometerhistorie.
Auch die Fotos aus der US-Versteigerung fehlen oft, und manche Verkäufer lassen sie gezielt aus den Archiven löschen, laut Anbietern für 40 US-Dollar pro Eintrag. Fragen Sie den Händler, was er über die Geschichte weiß, und prüfen Sie es dann selbst über die FIN.
Was Sie den Verkäufer fragen sollten
- Herkunft: Aus welchem Bundesstaat kommt der Title?
- Auktion: Wurde das Auto bei Copart oder IAAI gekauft?
- Schaden: Was wurde repariert, und gibt es Fotos?
- Umbau: Wer hat umgerüstet und das Gutachten erstellt?
Die Checkliste für den Termin beim Verkäufer
Die Grafik fasst zusammen, was Sie vor Ort sehen wollen: die Papiere, die FIN an zwei Stellen am Auto, die Umbauten und die Nachweise dazu. Nehmen Sie die FIN vom Auto ab, nicht aus dem Inserat.
Was die Grafik nicht ersetzen kann, ist ein Blick unter das Auto. Ein Sachverständiger erkennt, ob ein Unfallschaden fachgerecht repariert wurde. Die GTÜ rät ausdrücklich davon ab, ein US-Fahrzeug nur auf Basis von Bildern zu kaufen.

Umbauten, die ein US-Car für Deutschland braucht
Die GTÜ nennt Wegfahrsperre und Warnblinkanlage als Pflicht für jedes Auto. Amerikanische Sealed-Beam-Scheinwerfer sind nicht zulässig, und rot blinken darf hinten seit dem 1. Januar 1970 kein Auto mehr. Für Pkw mit Erstzulassung bis zum 12. Februar 1981 ist eine Ausnahmegenehmigung möglich, spätere Autos bekommen gelbe Blinker.
Ein sauber umgebautes US-Car hat diese Punkte im Gutachten dokumentiert. Fehlen die Nachweise oder sieht der Umbau improvisiert aus, rechnen Sie mit Nacharbeit vor der nächsten Hauptuntersuchung.
Die FIN des US-Cars prüfen
Title-Brands, Kilometerstände und Auktionsdaten zur Fahrgestellnummer, zuerst in der kostenlosen Vorschau.
Bereits zugelassen oder frisch importiert?
Beide können gute Käufe sein. Das Risiko liegt an unterschiedlichen Stellen.
Bereits in Deutschland zugelassen
- Deutsche Papiere, Vollabnahme erledigt
- Umbauten bereits geprüft
- US-Vorgeschichte trotzdem unbekannt
- Preis enthält Zoll, Umbau und Zulassung
Frisch importiert, nicht zugelassen
- Title, Kaufvertrag, im besten Fall Zollnachweis
- Gutachten und Umbauten noch offen
- Kosten der Zulassung tragen Sie
- US-Vorgeschichte ebenso unbekannt
In beiden Fällen steht die US-Vergangenheit in keinem deutschen Papier. Sie hängt an der FIN.
Was unser Bericht für ein US-Car zeigt
Für eine US-Fahrgestellnummer zeigt unser Bericht Title-Brands wie Salvage, Rebuilt oder Flood, NMVTIS-Einträge zu Schrott- und Salvage-Fahrzeugen, Totalschaden-Meldungen von Versicherern, Kilometerstände und Auktionsdatensätze mit dem dort erfassten Schaden und den Auktionsfotos. Das sind die Daten, die beim Umschreiben nach Deutschland verloren gehen.
Unfallmeldungen von Polizei oder Werkstätten und Diebstahldaten enthält der US-Bericht nicht. Für den Zustand der Reparatur ersetzt er keinen Sachverständigen. Zusammen mit der Besichtigung und den Papieren ergibt er aber das vollständigste Bild, das Sie vor dem Kauf bekommen.
Weitere Prüfungen und Ratgeber
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Woher diese Angaben stammen
Die Angaben zu Papieren, Umbauten und Abgaben stammen aus diesen Quellen, gelesen am 5. Oktober 2026.
Zollsätze und Zulassungsregeln können sich ändern. Prüfen Sie aktuelle Angaben beim Zoll und bei Ihrer Zulassungsstelle.
Prüfen Sie die Fahrgestellnummer immer vor dem Kauf
Die kostenlose Vorschau zeigt Title Brands (US-Titel-Kennzeichnungen), Diebstahlstatus und offene Rückrufe in Sekunden und meldet, ob Unfall- und Tachodaten vorliegen. Die vollständige Historie kostet 19,95 € — einmalig, ohne Abo.
US-Cars kaufen: häufige Fragen
Was Käufer eines US-Cars am häufigsten wissen wollen.
Kann ich ein US-Car ohne deutsche Papiere kaufen?+
Ja, aber dann übernehmen Sie die Zulassung: Zollnachweis, Vollgutachten nach § 21 StVZO, Hauptuntersuchung und den Title im Original. Klären Sie vorher, was davon schon vorliegt.
Woran erkenne ich, ob ein US-Car ein Unfallwagen war?+
An den Auktionsdaten und am Title-Verlauf: Versteigerungen bei Copart oder IAAI mit Schadensfotos und Brands wie Salvage oder Rebuilt. Ein Sachverständiger prüft dann die Reparatur.
Muss ein US-Car umgebaut werden?+
Ja, meist. Die GTÜ nennt Wegfahrsperre, Warnblinkanlage, europäische Scheinwerfer statt Sealed Beams und gelbe statt roter Blinker hinten, mit einer Ausnahmemöglichkeit für Pkw bis zum 12. Februar 1981.
Lohnt sich ein H-Kennzeichen für ein altes US-Car?+
Ab 30 Jahren kann ein Gutachten nach § 23 StVZO für das H-Kennzeichen erstellt werden. Ob es sich lohnt, hängt vom Zustand und von Ihrer Nutzung ab.
Sind US-Cars seit 2026 günstiger zu importieren?+
Seit dem 1. Juli 2026 gilt die Verordnung (EU) 2026/1455, die Zölle auf bestimmte Waren mit US-Ursprung senkt. Ob sie für ein bestimmtes Auto gilt, hängt vom Herstellungsland und dem Nachweis der Direktbeförderung ab. Die Zollauskunft gibt Ihnen die verbindliche Antwort.
Was zeigt der US-Bericht nicht?+
Unfallmeldungen von Polizei oder Werkstätten und Diebstahldaten enthält der US-Bericht nicht. Den Zustand der Reparatur kann nur ein Sachverständiger am Auto beurteilen.
Die US-Vorgeschichte vor dem Kauf kennen
FIN eingeben, kostenlose Vorschau ansehen, dann mit dem Verkäufer über den Preis reden.
Diese Seite ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Unfallmeldungen von Polizei oder Werkstätten und Diebstahldaten enthält der US-Bericht nicht. Die Angaben in unseren Berichten geben wieder, was unseren Datenlieferanten gemeldet wurde. CarCheckerVIN ist keine Behörde und mit keiner der genannten Plattformen verbunden.
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